Wie Fake News unseren Urlaub beeinträchtigen

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Falsche Berichte im Netz und auf Bewertungsportalen beeinflussen das Verhalten bei der Reisebuchung. Wie können wir uns vor "Fake News" schützen?

"Fake News" sind – auch wenn es in jüngster Zeit so aussehen mag – keine Erfindung von US-Präsident Donald Trump im Krieg gegen die Medien, gezielt eingesetzte Falschmeldungen hat es schon immer gegeben. Mit dem Internet, vor allem den Sozialen Medien, haben sie ein Ausmaß erreicht, das sie zum globalen Problem werden ließ – nicht zuletzt für die Reisewelt.

Deshalb wurde dem Thema "Fake News" im Zuge des 17. Reise-Sicherheitsgipfels im Oktober besonderer Augenmerk gewidmet. "Wir werden sie nicht mehr loswerden, sondern müssen vielmehr lernen, damit umzugehen", so ein zentrales Ergebnis der Expertenrunde.

Wo können Falschmeldungen im Tourismus wirklich Schaden anrichten?

Gefälschte Websites, auf denen Unvorsichtige Reisen buchen, deren Bezahlung nie ankommt, falsche Hotelbewertungen auf Bewertungsportalen, die man sogar kaufen kann, oder Fotos von nicht mehr existierenden Baustellen neben einem Hotel. Nicht zuletzt aber falsche oder maßlos übertriebene Berichte über Terroranschläge, Epidemien und andere Katastrophen führen dazu, dass Reisen storniert oder ganze Regionen gemieden werden.

Hier können Sie sich durch Fake-Sehenswürdigkeiten und ihre Originale klicken:

Wie können sich Urlauber schützen?

Glücklicherweise gibt es einige nützliche Tipps, um sich bei der Reisebuchung gegen Fake News zu schützen. So sind etwa die Webseiten reiseinformationen.at und reiseregistrierung.at, die vom Außenministerium betrieben werden, zu empfehlen. Im Mittelpunkt steht die Darstellung der Sicherheitslage in 192 Ländern. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch die "Reiseregistrierung", die es Reisenden ermöglicht, Zielgebiet und Reisedauer bekannt zu geben und damit im Fall einer Krise erreichbar zu sein.

Wie erkennen ich falsche Berichte?

Um Meldungen als Fakes zu erkennen, sollte vor allem ihre Herkunft geprüft werden: Seriöse Websites haben ein Impressum und wenn dieses keine klare Zuordnung ermöglicht, ist jedenfalls Vorsicht angebracht. Bekannte Marken und Namen sind zwar nicht eine absolute Garantie für Zuverlässigkeit, in der Regel sind seriöse Unternehmen aber auf ihren guten Ruf bedacht und wollen das Vertrauen ihrer Kunden nicht verlieren. Das gilt auch für Bewertungsplattformen, die im Tourismus eine große Rolle spielen, nicht zuletzt bei der Urlaubsentscheidung.

In jedem Fall sei es ratsam, sich nicht auf eine Quelle zu beschränken, das Internet bietet alle Möglichkeiten, viele Informationskanäle zu nutzen. "Quellenkritik" ist für das Erkennen von gezielten Falschmeldungen jedenfalls die wichtigste Voraussetzung. Dazu gibt es einige verlässliche Informationsplattformen, wie die erwähnten des Außenministeriums, oder die "Urlauberia App" der Europäischen Reiseversicherung.

Sehen Sie hier: Wie werde ich Fake-Follower im Netz los?

Hier der gesamte Bericht vom 17. Reise-Sicherheitsgipfel >>> (Red)

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