Wie gefährlich ist die Lambda-Mutante?

Die Corona-Mutationen werden den "Wildtyp" über kurz oder lang verdrängen.
Die Corona-Mutationen werden den "Wildtyp" über kurz oder lang verdrängen.iStock/4X-image; Johann Groder / EXPA / picturedesk.com (Montage)
Zunächst trat Lamdba vor allem in Lateinamerika auf, nun macht sie sich auch in Europa bemerkbar. Wie gefährlich ist diese Mutante?

Ein weiterer Virus-Typ ist langsam aber sicher auf dem Vormarsch. Es handelt sich um die Lambda-Variante des Coronavirus, die mittlerweile in Europa angekommen ist, wie verschiedene Medien, darunter die "Welt", berichten. So soll etwa ein Ausbruch mit mindestens 80 Infektionen wegen dieser Variante in der spanischen Region Kantabrien erfolgt sein.

Während in Österreich bislang noch kein Fall bekannt ist, gibt es laut der Wissenschaftsinitiative GISAID auch in Deutschland bereits insgesamt 99 Fälle, drei davon in den vergangenen vier Wochen.

Lambda steht seit Mitte Juni unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund ihrer Mutation könnte sie möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtet die Genfer UN-Behörde. Lambda, oder auch C.37, tauchte in der Datenbank erstmals im August 2020 in Peru auf. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel.

Impfung auch bei Lambda wirksam

Eine Studieder US-Forschungsinstitution Cold Spring Harbor Laboratory legt nahe, dass die derzeit verwendeten Impfstoffe auch gegen diese Corona-Variante wirksam sind. Nach jetzigem Kenntnisstand weist die Lambda-Variante sechs neue Mutationen im Spike-Protein auf, die auch den Aufbau des Proteins verändern und von denen zwei direkt in der Bindungsstelle für den Zellrezeptor liegen.

Corona-Varianten werden von der WHO in zwei Kategorien eingeteilt: Varianten unter Beobachtung ("variants of interest"), die zu gehäuften Fällen führen oder in mehreren Ländern auftreten. Dazu gehört Lambda. Eine Stufe höher stehen die besorgniserregenden Varianten («variants of concern»). Sie sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar oder führen zu schwereren Erkrankungen. Darunter fällt etwa die Delta-Variante, wegen der die geplante Corona-Öffnung in Großbritannien verschoben wurde.

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