Erst am Samstag krönte sich Medwedew beim ATP-500-Turnier in Dubai zum Sieger. Am selben Tag brach der Iran-Krieg aus. Wegen des Raketenbeschusses in der Region wurde der Flugbetrieb ausgesetzt. So strandeten neben tausenden Touristen auch einige Top-Tennisspieler in Dubai. Darunter eben auch Medwedew.
Mittlerweile ist der Russe aber die "Flucht" aus Dubai gelungen, genauso wie seinem Landsmann Andrej Rublew. Die beiden Tennis-Stars sind mittlerweile sicher in den USA gelandet, wo in Indian Wells das erste ATP-1000-Turnier des Jahres auf dem Programm steht.
"Du fühlst dich wie in einem Hollywoodfilm: mit anderen Menschen die Grenze überqueren, der erste Besuch im Oman", erzählte Medwedew nun gegenüber "Bolshe" von seiner spektakulären Abreise. Er sei, genauso wie Rublew, mit dem Auto in den Oman gefahren. Von dort gingen noch Flüge. "Manche hatten Glück und kamen nach viereinhalb Stunden an, andere waren neun Stunden unterwegs, wir sind sieben Stunden gefahren", schilderte der ehemalige Weltranglisten-Erste.
Dabei trat aber noch ein Problem auf: Medwedews Fahrer hatte nämlich seinen Pass verloren. Sie mussten deshalb umdrehen. "Er hat seinen Pass auf einem Parkplatz gefunden und wir sind zurück in den Oman gefahren", schilderte der 30-Jährige. Nach einer Nacht ging es mit dem Flieger weiter nach Istanbul. Von dort dann nach Los Angeles.
Die beiden Russen sollten eigentlich in der Nacht auf Mittwoch an einem eintägigen Blitz-Turnier teilnehmen, schafften dies aber aufgrund der verzögerten Anreise nicht.
Seine Stimmung sei "normal", meinte Rublew derweil, "ich bin nur erschöpft, weil die Reise lang war mit vielen Ereignissen, plus die Zeitverschiebung". Bis spätestens Samstag müssen die beiden nun ihr Auftaktspiel in Indian Wells bestreiten.