Wie Lehrer in der Krise den Unterrichtsalltag meistern

Aufgrund der Schulschließungen stehen auch Lehrer und Schüler vor vielen Herausforderungen. Hausaufgaben und Übungen gibt es nun auf digitalen Kanälen.

Seit zwei Wochen gibt es in Österreichs Schulen keinen regulären Unterricht mehr. Das Lehrpersonal setzt nun auf E-Learning. Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz vor wenigen Tagen erklärte, könnten die Schulen auch nach Ostern geschlossen bleiben.

Nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer stellt diese Situation eine besondere Herausforderung dar. Gleich am ersten Tag sind die Server der verschiedenen E-Learning-Plattformen zusammengebrochen.

Auf dem Blog schulgschichtn.com berichten vier Lehrer von Wiener Neuen Mittelschulen (NMS), wie ihr Unterrichtsalltag nun aussieht und wie sie trotz der räumlichen Trennung Kontakt zu ihren Schülern halten.

Einige beantworten die Fragen ihrer Schüler telefonisch oder via Mail. Andere halten online Live-Unterrichtseinheiten ab oder stellen Erklärvideos zur Verfügung.

"Die Online-Betreuung der Kinder läuft über den ganzen Tag, es kommen ständig Fragen, das freut mich sehr", schreibt ein Lehrer von einer NMS.

Wie eine Mathematik-Professorin aus einer Wiener Schule gegenüber "Heute" berichtet, bekommen ihre Schüler wöchentliche Arbeitsaufträge, die online über Moodle mit genauer Uhrzeit abzugeben sind. Diese werden korrigiert, benotet und über die jeweilige Schul-Mailadresse zurückgeschickt, bzw. werden die Lösungen online gestellt.

"Schüler teilweise überfordert"

Die Plattform Moodle funktioniere laut der Lehrerin gut. "Von einigen Schülern habe ich gehört, dass sie teilweise überfordert sind, weil sie so viele Arbeitsaufträge mit zeitlicher Deadline in kurzer Zeit bekommen", erzählt sie.

Momentan sind die Arbeitsaufträge nur eine Vertiefung vom Stoff. Für ihre Maturaklasse hat die Professorin noch mehrere Hundert Übungsbeispiele zur Verfügung gestellt. "Wenn sie eine Aufgabe nicht verstehen, können sie sich jederzeit bei mir melden."

Chaotisch war die Situation, als die Schließung der Schulen beschlossen wurde. "Wir haben im Prinzip drei Tage vorher erfahren, dass wir zusperren, somit blieb nur wenig Zeit, das ganze Material online vorzubereiten", so die Professorin.

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