Wie YouTube einen neuen Skandal verhindern will

YouTuber Logan Paul hatte in einem Clip den Leichnam eines Selbstmörders gezeigt. Einer von vielen Skandalen, die YouTube künftig verhindern will.

Bereits im Dezember hatte Susan Wojcicki, Chefin von YouTube, angekündigt, Maßnahmen zu ergreifen, um Werbetreibende und YouTube-Produzenten vor unangemessenen Inhalten zu schützen. Zum einen sollen Werbetreibende auf YouTube ein sicheres Werbeumfeld finden, zum anderen sollen Videomacher die Gewissheit haben, dass ihre Einnahmen nicht durch schwarze Schafe und Spammer geschädigt werden.

In diesem Zuge kündigt YouTube drei wesentliche Änderungen an:

Neuer Schwellenwert für das YouTube-Partnerprogramm (YPP): Musste ein Kanal bislang 10.000 Aufrufe aufweisen, um am YPP teilzunehmen, benötigt ein Kanal ab sofort mindestens 1.000 Abonnenten und muss eine Sehdauer von 4.000 Stunden innerhalb der letzten 12 Monate verzeichnen.

Manuell geprüfte Inhalte bei Google Preferred: In Zukunft werden Kanäle und die entsprechenden Videos, die zu Google Preferred gehören, manuell geprüft, und Werbeinhalte nur noch für Videos geschaltet, die YouTubes Richtlinien entsprechen.

Transparenz und Kontrollen: In den kommenden Monaten wird YouTube ein dreistufiges Kontrollsystem einführen, das Werbetreibenden erlaubt, die Anforderungen einer geeigneten Platzierung ihrer Marke widerzuspiegeln und die entsprechend mögliche Reichweite mitzubestimmen.

Ob die Richtlinien auch für Logan Paul nach seinem Suizid-Video wichtig sind, ist unklar. Logan Paul entschuldigte sich zwar und löschte den Beitrag. Dennoch muss das 22-jährige Teenie-Idol nun mit Konsequenzen rechnen. YouTube streicht seine Kanäle aus dem Premium-Werbe-Bereich und cancelt Projekte mit ihm. (red)

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