Wieden stattet alle Volksschulen mit CO2-Ampeln aus

Vorsteherin Halbwidl (r.) mit Direktorin Kaufmann (M.) und einer Lehrerin (Archivbild Dezember 2020).
Vorsteherin Halbwidl (r.) mit Direktorin Kaufmann (M.) und einer Lehrerin (Archivbild Dezember 2020).BV4
Die Ampel zeigt an, wann die Klassenräume Frischluft benötigen. Nach einem Testlauf an einem Standort, hat Wieden die CO2-Ampeln ausgeweitet.

Frische Luft in Klassenräumen ist nicht nur gut für die Konzentration, es senkt auch die Ansteckungsgefahr. Da der CO2-Gehalt in einem Raum kontinuierlich ansteigt, wird die schlechte Luft oft zu spät bemerkt. Die sogenannten "Frischluft-Ampeln" messen den CO2-Gehalt und zeigen ihn farblich an: Ist die Luft gut, leuchten sie grün. Sobald der Wert zu hoch ist, schalten sie auf gelb, bei sehr schlechter Luft auf Rot. So signalisieren sie, wann es Zeit ist, zu lüften.

Ampel springt zwei Mal auf gelb

Im Dezember stattete Wieden zwei Klassen der Volksschule Phorusgasse mit den Ampeln aus. "Die Schulklassen berichteten, dass die Ampel in der Regel zwei Mal pro Stunde auf gelb schalten – die Luft im Raum war damit weit öfter als gedacht schlecht. Infolge wurde in den Klassen öfter gelüftet, die CO2-Ampeln zeigten ihre Wirkung", zeigt sich Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (SPÖ) über die positive Wirkung der Ampeln erfreut.

Um die Qualität der Luft auch in anderen Schulen ebenfalls zu sichern, wurden nun alle öffentlichen Volksschulen auf der Wieden, die Neue Mittelschule Schäffergasse und die Polytechnische Schule in der Schaumburgergasse mit CO2-Ampeln ausgestattet. Insgesamt wurden 59 Ampeln angeschafft, Kostenpunkt: 15.000 Euro. Die Kosten trägt der Bezirk. "Corona hat uns deutlich gezeigt, wie wichtig gute Luft in Räumen sind, in denen sich viele Menschen aufhalten. Aber auch Lernen braucht gute Luft. Mit den CO2-Ampeln wollen wir die Schulen unterstützen, eine gute Lernumgebung zu schaffen", erklärt die Bezirksvorsteherin die Investition.

Keine Ausweitung auf ganz Wien geplant

Wieden ist damit der erste Bezirk Wiens, der seine Schulen mit den CO2-Ampeln ausgestattet hat. Wienweit ist keine Ausrollung geplant. "Derzeit sind sowohl CO2-Ampeln als auch Luftfiltergeräte kein Thema. Wir sind sehr froh, dass durch das breitflächige Testkonzept die Infektionen an Wiener Schulen sehr gedrosselt werden konnten und setzen auf natürliches Lüften", erklärt ein Sprecher von Bildungsstadtrat und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos).

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