Wieder ein Satellit auf Crashkurs mit der Erde

Erst kürzlich stürzte ein Forschungssatellit ab und sorgte für Nervosität in der Bevölkerung. Zwar kam dabei kein Mensch zu Schaden, doch bis heute ist nicht geklärt, wo genau die Trümmer vom Himmel fielen. Nun rast der Röntgensatellit Rosat mit 28.000 km/h auf die Erde zu - und könnte auf Deutschland fallen.

. Nun rast der Röntgensatellit Rosat mit 28.000 km/h auf die Erde zu - und könnte auf Deutschland fallen.

Auf den Zeitpunkt für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre will sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt nicht genau festlegen - zwischen 20. und 25. Oktober heißt es in einer Stellungnahme. Der knapp 2,5 Tonnen schwere Röntgensatellit wird dabei wohl in Trümmerstücke zerbrechen und teilweise verglühen. Bis zu 30 Trümmerteile mit einem Gesamtgewicht von 1,7 Tonnen könnten - mit dann noch 400 Kilometern pro Stunde - auf die Erde treffen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Trümmer auf Deutschland fallen, liege bei 1 zu 580. Das Risiko, dass ein Mensch von den Trümmer getroffen, liege bei "unwahrscheinlichen" 1 zu 700.000. Vor allem Schwankungen der Sonnenaktivität sind Grund dafür, dass der Termin so schwer kalkulierbar ist. Selbst einen Tag vor dem voraussichtlichen Eintrittsdatum bleibt eine Unsicherheit von rund fünf Stunden. Für eine Erdumkreisung braucht Rosat nur 90 Minuten.

Für Schäden haftet Deutschland

Der Satellit war im Jahr 1990 das größte Röntgenteleskop und suchte das All nach Strahlenquellen ab. Das deutsch-amerikanisch-britische Projekt war laut DLR bis zum Abschalten des Satelliten im Februar 1999 eine große Erfolgsgeschichte und wurde von rund 4.000 Forscher aus 26 Ländern genutzt. Detail am Rande: Für etwaige Schäden, die beim Absturz verursacht werden, haftet Deutschland im Rahmen des Weltraumrechts.

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