Frau missbraucht, dann stach sich Wiener in Bauch

Nach dem Cobra-Einsatz am Samstag im 20. Bezirk, bei dem sich ein Mann in einer Wohnung verschanzt hatte, kommen nun immer mehr Details ans Licht.
Wie "Heute.at" berichtete, kam es gegen 10.15 Uhr in einer Wohnung am Mortaraplatz in Wien-Brigittenau zu einem Streit zwischen einem Mann und seiner Lebensgefährtin.

Im Zuge der Auseinandersetzung kletterte die 38-Jährige aus dem Fenster und rief um Hilfe. Die Frau erklärte, dass sie von ihrem Partner angegriffen und mit dem Umbringen bedroht wurde.

Die 38-Jährige wurde daraufhin von der Berufsfeuerwehr Wien mittels Drehleiter aus dem Gefahrenbereich und in Sicherheit gebracht. In der Zwischenzeit wurden die Sondereinheit WEGA und das Einsatzkommando Cobra alarmiert.

CommentCreated with Sketch.20 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Mann sperrte sich in Wohnung ein

Der Lebensgefährte sperrte sich in der Wohnung ein und ignorierte die Kommunikationsversuche durch die Verhandlungsgruppe der Wiener Polizei. Schließlich kam es zu einem Zugriff.

Presssprecher Fürst zu Cobra-Einsatz
Presssprecher Fürst zu Cobra-Einsatz


Quelle: "Heute.at"

In der Wohnung fanden die Beamten den Mann mit einer Stichwunde im Bauch. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Spital gebracht und dort notoperiert. Er befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

Aufgrund seines Gesundheitszustandes konnte der 51-jährige Wiener bisher aber noch nicht einvernommen werden. Er wurde festgenommen.

Häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe

In einer ersten Einvernahme gab das Opfer an, dass es zu "häuslicher Gewalt und auch sexuellen Übergriffen" durch ihren Lebensgefährten gekommen sein soll.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts mehrerer strafrechtlicher Delikte. Bei einer Durchsuchung der Wohnung wurden zudem eine Faustfeuerwaffe, zwei Langwaffen und Munition sichergestellt.

(wil/zdz)

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