Wien: Eine Million Euro für Kinder- und Jugendprojekte

Bürgermeister Michael Ludwig, Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (re.) und Bildungsdirektor Heinrich Himmer mit Schüler der Ganztagsvolksschule 3 im dritten Bezirk, die am Projekt "Werkstadt Junges Wien“ teilgenommen haben.
Bürgermeister Michael Ludwig, Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (re.) und Bildungsdirektor Heinrich Himmer mit Schüler der Ganztagsvolksschule 3 im dritten Bezirk, die am Projekt "Werkstadt Junges Wien“ teilgenommen haben.PID/Jobst
Die „Werkstadt Junges Wien“ war 2019 das größte Mitmach-Projekt in der Stadt. 22.500 Kinder und Jugendliche haben teilgenommen. Auf ihren Ideen aufgebaut, stellte die Stadt am Donnerstag die neue Wiener Kinder- und Jugendstrategie vor.

In Schulen, Kindergärten, Horten und Jugendzentren und vielen anderen Orten haben sich 2019 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis neunzehn Jahren Gedanken über ihre Stadt gemacht und gemeinsam mit Pädagogen Ideen und Vorschläge erarbeitet, wie Wien aus der Perspektive von Kinder und Jugendlichen noch besser werden kann. Die Wunschliste reicht etwa von niedriger angebrachten Mistkübeln über weniger Plastik bis zu mehr Ampeln in der Stadt.

Hauptstadt soll kinderfreundlichste Stadt werden

Auf dieser Grundlage wurde unter Federführung des Landesjugendreferats und in Zusammenarbeit mit Dienststellen, Unternehmen und Partnern der Stadt ein Plan erstellt, der Wien zur "kinder- und jugendfreundlichsten Stadt machen soll", kündigte Bürgermeister Michael Ludwig am Donnerstag im Rathaus an. Eine Million Euro stellt die Stadt für Kinder- und Jugendprojekte zur Verfügung, über deren Auswahl Kinder und Jugendliche mitentscheiden sollen.

Bis Herbst sollen nun Konzepte ausgearbeitet werden, die eine Altersgruppen-gerechte Beteiligung am Kinder- und Jugendbudget sicherstellen sollen. In Parlamenten sollen Ideen und Vorschläge eingereicht, beraten und diskutiert und auf breiter Basis beschlossen werden.

Verantwortung liegt bei Politiker

"In der Werkstadt Junges Wien haben sich die Kinder und Jugendlichen dieser Stadt ganz konkrete Dinge gewünscht. Es ist die Verantwortung von uns Politikerinnen und Politikern diesen Wünschen Platz zu geben, Kindern und Jugendlichen zuzuhören und Entscheidungen so zu treffen, dass sie heute und morgen in einem noch lebens- und liebenswerten Wien aufwachsen können", erklärt Vizebürgermeisterin Birgit Hebein.

"Gerade jetzt in der Corona-Krise haben wir gesehen, dass Kinder und Jugendliche besonders von den Maßnahmen betroffen waren, ihre Interessen in politischen Entscheidungen aber kaum berücksichtigt wurden", weiß Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky.

Kinder- und Jugendstrategie umfasst über 190 Maßnahmen

Die Kinder- und Jugendstrategie ist in neun Kapitel gegliedert, die laut Czernohorszky erstmals alle Politikbereiche betreffen: Natur und Umwelt, Chancen und Zukunft, Gesundheit und Wohlbefinden, Gemeinschaft und Miteinander, Raum und Platz, Mitsprache und Meinung, Sicherheit und Geborgenheit, Mobilität und Verkehr, Freizeit und Kultur. Insgesamt umfasst die Strategie 193 Maßnahmen.

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