Kampf gegen Krebs: Neues Strahlentherapie-Zentrum

Am Alsergrund eröffnet ein neues Zentrum für Radioonkologie und Strahlentherapie.
Am Alsergrund eröffnet ein neues Zentrum für Radioonkologie und Strahlentherapie.Bild: Amethyst Radiotherapy
Im Mai erhält Wien ein weiteres Zentrum für Radioonkologie und Strahlentherapie. Damit gibt es für Krebs-Patienten bald 17 Linearbeschleuniger.

In Österreich erkranken jedes Jahr rund 40.000 Menschen an Krebs. Etwa 60 Prozent der Erkrankten benötigen eine Strahlentherapie. Die Stadt Wien hat in den vergangenen Jahren den Ausbau der Strahlentherapie massiv betrieben. Erst im Februar wurde das neue Strahlentherapie-Zentrum im Donauspital fertiggestellt ("Heute" berichtete).

Im Mai eröffnet am Alsergrund nun ein weiteres: Errichtet und betrieben wird die Einrichtung von dem internationalen Unternehmen "Amethyst Radiotherapy" auf dem Areal der Wiener Privatklinik in der Pelikangasse 15.

Mehr Patienten können behandelt werden

"Mit unserem weiteren Linearbeschleuniger können pro Jahr um 600 Patienten mehr behandelt werden. Dies ist besonders wichtig, da die Zeit ein wesentlicher Faktor im Behandlungsprozess von Krebspatienten ist", erklärt Paul Stuchetz, Geschäftsführer von Amethyst Radiotherapy Austria.

Das neue Zentrum sei so konzipiert, dass es um noch einen Linearbeschleuniger erweiterbar ist, damit stehen in der Hauptstadt künftig 17 Linearbeschleuniger (kurz "Linac") für Strahlentherapie zur Verfügung. Die Behandlungskapazität soll damit um bis zu 1.200 Therapien pro Jahr – dies entspricht 20 Prozent – gesteigert werden.

Wartezeit wird reduziert

Angesprochen auf das neue Zentrum, ist sich die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky sicher: "Mit jedem neuen Linearbeschleuniger verkürzt sich die Wartezeit auf einen Therapieplatz. Aufgrund der hohen Kapazität mit nunmehr 16 Linacs im Vollbetrieb in Wien werden die Wartezeiten deutlich reduziert", so die ausgebildete Fachärztin für Schmerztherapie, die sich seit Jahren für den Kampf gegen Krebs einsetzt.

Das Zentrum am Alsergrund soll nicht das letzte des privaten Unternehmens sein, weitere sollen österreichweit folgen.

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