Leichter Anstieg

Baby-Boom in Wien – über 13.000 Neugeborene

In Wiens Spitälern des Gesundheitsverbunds kamen 2025 täglich 36 Babys zur Welt, die Zahl der Geburten steigt weiter leicht an.
Wien Heute
19.01.2026, 13:11
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Wien erlebt einen echten Baby-Boom: In den Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) sind im Jahr 2025 13.181 Babys zur Welt gekommen – ein leichter, aber spürbarer Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Damit wird mehr als jedes zweite Wiener Baby in einer WIGEV-Klinik geboren. Im Schnitt heißt das: 36 Geburten – jeden einzelnen Tag.

Besonders geburtenstark war der Juli mit 1.247 Neugeborenen. Und auch Mehrlingseltern hatten 2025 alle Hände voll zu tun: 264 Zwillings- und Mehrlingsgeburten wurden gezählt. Doch mit der Freude über neues Leben wächst auch der Druck – vor allem auf Eltern.

Wenn das Glück zur Belastung wird

Schwangerschaft und Geburt gelten als die schönste Zeit im Leben – doch für viele sind sie auch emotional extrem fordernd. Der Wiener Gesundheitsverbund reagiert darauf mit einem breiten medizinischen Angebot: von Pränataldiagnostik über Risikogeburten bis hin zur neonatalen Spitzenversorgung.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der psychischen Gesundheit. Denn: 15 bis 20 Prozent aller Mütter und rund 5 Prozent der Väter leiden rund um die Geburt oder danach an Depressionen. "Eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes bringen tiefgreifende körperliche, seelische und soziale Veränderungen mit sich. Diese vollkommen neue Lebensrealität kann das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen", erklärt Claudia Reiner-Lawugger, Leitende Oberärztin der Spezialambulanz für peripartale Psychiatrie an der Klinik Ottakring.

Hilfe statt Schweigen

"Leider passiert es häufig, dass sich Schwangere oder frisch gebackene Eltern zurückziehen und keine Hilfe in Anspruch nehmen. In unserer Ambulanz bieten wir frühzeitige Abklärung und individuelle Begleitung von der Beratung bis hin zu therapeutischen Maßnahmen", so Reiner-Lawugger.

Zusätzlich unterstützt die FEM Elternambulanz in der Klinik Ottakring Frauen und Familien in belastenden Lebenssituationen. "Viele Frauen erleben rund um Schwangerschaft und Elternschaft großen Druck, etwa durch Erwartungen, fehlende Unterstützung oder belastende Lebensumstände", sagt Eva-Maria Strobl, Leiterin der FEM Elternambulanz. "Unser Angebot setzt bewusst niederschwellig an. Wir hören zu und helfen dabei, gemeinsam nächste Schritte zu finden."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.01.2026, 13:21, 19.01.2026, 13:11
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