Im Vorjahr kamen im St. Josef Krankenhaus in Wien-Hietzing 4.272 Babys zur Welt – mehr als in jedem anderen österreichischen Krankenhaus. Insgesamt wurden 4.229 Geburten betreut, davon waren 43 Zwillingsgeburten.
Wie es in einer Aussendung des Ordensspitals heißt, wurden 2.197 Buben (51 %) und 2.075 Mädchen (49 %) geboren. Das Durchschnittsgewicht der Babys lag bei 3.388 Gramm, die durchschnittliche Größe bei 51 Zentimeter. Das schwerste Baby hatte 5.110 Gramm, das leichteste Kind brachte 985 Gramm auf die Waage. Während bei den Buben "Noah" der beliebteste Name war, führte bei den Mädchen "Emma" die Liste an.
Im Schnitt wurden im St. Josef Krankenhaus 2025 täglich 11,6 Geburten betreut. Am errechneten Geburtstermin kamen allerdings nur fünf Prozent zur Welt. Die Kaiserschnittrate lag – trotz der Größe der Abteilung und der Betreuung von Risikogeburten – bei 30 Prozent. Zum Vergleich: 2024 kamen laut Statistik Austria österreichweit 32,5 Prozent aller Babys per Kaiserschnitt zur Welt.
"Das Team unseres Eltern-Kind-Zentrums hat im vergangenen Jahr wieder Großartiges geleistet. Dafür möchte ich mich bei allen Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und Pflegekräften bedanken", erklärt der Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Andreas Brandstetter. Neben der großen Geburtshilfe gehört zum Eltern-Kind-Zentrum auch eine Kinderabteilung mit Neonatologie.
Bekannt ist das Ordensspital vor allem für seinen Fokus auf eine möglichst natürliche Geburt, immer verbunden mit dem Sicherheitsnetz der modernen Medizin. Ein wesentliches Element ist dabei die hebammengeleitete Geburt: Solange alles unauffällig verläuft und die medizinischen Parameter normal sind, werden die Frauen von einer Hebamme betreut.
"Das erfahrene und gut ausgebildete Ärzteteam wird in der Regel nur dann hinzugezogen, wenn es Probleme bei der Geburt gibt oder die Frau es ausdrücklich wünscht", so Brandstetter, der mit Ende Februar 2026 in den verdienten Ruhestand geht.
Seit 1935 werden im St. Josef Krankenhaus Kinder geboren – durch die Integration der Geburtshilfe des Krankenhauses Göttlicher Heiland im Jahr 2019 konnte das Angebot nochmals erweitert werden. Im Mittelpunkt steht die familienzentrierte Betreuung, bei der die Eltern frühzeitig in die Pflege ihrer Kinder einbezogen werden.
Die Einrichtung "YoungMum" bietet zudem Frauen unter 20 Jahren eine umfassende, kostenlose Begleitung während der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Besonders ist auch das Angebot der perinatalen Palliativbetreuung. Ein interdisziplinäres Team begleitet Familien, deren Kind aufgrund einer unheilbaren Erkrankung vor, während oder nach der Geburt sterben wird.