Nach 30 Jahren

Ende für "WorkOut"– Kult-Gym in Hernals schließt

Traurige Nachrichten für Fitness-Fans: Das Kult-Studio WorkOut muss nach 30 Jahren seine Türen schließen. Grund: Probleme mit dem Vermieter.
Wien Heute
08.01.2026, 07:30
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Im WorkOut in der Rötzergasse 41 in Hernals werden ab Ende Jänner keine Squats oder Liegestütze mehr gemacht – nach drei Jahrzehnten muss das beliebte Fitnessstudio seine Türen schließen. "Das tut unglaublich im Herzen weh", sagt Noch-Betreiber Martin Becker (65).

Aus nach 30 Jahren

Schweren Herzens verkündete Becker auf der Website seines Studios nach 30 Jahren Betrieb die Schließung. Doch warum muss das Kult-Gym schließen? Grund sind Probleme mit dem Vermieter, wie Becker schildert.

Er selbst will im März 2026 in Pension gehen und suchte jahrelang nach einem Nachfolger – und das durchaus erfolgreich. Doch der Vermieter habe alle möglichen Betreiber abgelehnt, wie Becker "Heute" erzählte. Gleichzeitig seien sämtliche dringend notwendigen Investitionen verweigert worden, beispielsweise an der Eingangstür oder an den Fenstern.

Vermieter stellt sich quer

Becker blieb also nichts anderes übrig, als seinen unbefristeten Vertrag zu kündigen. Im Oktober 2025 gab es dann erfreuliche Nachrichten: Intern wurden Nachfolger gefunden, die das WorkOut "genauso" weiterführen wollten wie bisher. "Doch leider entschied der Vermieter auch diesmal, den Deal Anfang November platzen zu lassen."

Betrieb bis Ende Jänner

Nach Jahren des Zitterns ist nun das Worst-Case-Szenario eingetreten: Das Mietverhältnis endet besenrein am 31. Januar 2026. Bis zum 25. Januar kann der Betrieb noch aufrechterhalten werden; die zwei Tage danach soll das verkaufte Inventar abgeholt werden.

"Wir werden den Betrieb ungestört bis 25.1.2026 aufrechterhalten. Am 26. und 27.1. wird das verkaufte Inventar abgeholt – eine Versteigerung des Studio-Equipments läuft. Bis zum 31.1. heißt es dann: Anpacken und Räumen. Jede helfende Hand ist willkommen, und die übrig gebliebenen Dinge gibt’s zum absoluten Schnäppchenpreis", so Becker.

Finanzdruck durch Nachverrechnung

Nachdem der Vermieter dem Inhaber keinerlei Preisminderung angeboten und sogar über 50.000 Euro nachverrechnen wollte, werde man unter anderem bei den Öffnungszeiten sparen müssen. Zuletzt wolle Becker sich bei seiner Kundschaft von rund 500 Personen sowie seinen 28 treuen Mitarbeitern bedanken – einige von ihnen seien bereits seit 1996 Teil des Teams gewesen.

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