Wien

ÖVP springt als Veranstalter von Vielfalt-Kundgebung ab 

Fast alle Favoritner Bezirksparteien organisierten eine Kundgebung für Vielfalt. Doch die ÖVP sprang als Mitveranstalter still und heimlich ab.

Yvonne Mresch
Causa Waldhäusl: Sein Sager gegen eine Schulklasse empört weiter – bei einer Solidaritätskundgebung für die Schüler sagt nun aber die ÖVP ab.
Causa Waldhäusl: Sein Sager gegen eine Schulklasse empört weiter – bei einer Solidaritätskundgebung für die Schüler sagt nun aber die ÖVP ab.
Helmut Graf

Eine Schülerin fragte Gottfried Waldhäusl auf "Puls24", was er dazu sage, dass bei früheren Grenzschließungen in ihrer Klasse heute wohl kaum Schüler wären. Mit seiner Antwort "Dann wäre Wien noch Wien" sorgte der Asyllandesrat für eine Welle an Entrüstung - wir berichteten.

Verwirrung um Ankündigung - mit oder ohne ÖVP?

Aus Solidarität mit besagter Schülerin sowie der Favoritner Schule organisierten Parteien der Bezirksvertretung Favoriten nun eine Kundgebung, bei der unter anderem auch Aktivist Daniel Landau, Kid Pex (SOS Balkanroute) und Erich Fenninger (Volkhshilfe) auftreten sollen.

SPÖ, Neos, Grüne, Bierpartei, SÖZ, Links und KPÖ riefen die Veranstaltung gemeinsam ins Leben - zunächst noch mit der ÖVP Favoriten. Auf dem originalen Plakat ist diese noch zu sehen. Wenig später erschien der Entwurf jedoch überarbeitet, ohne Logo der VP und sorgte damit für reichlich Verwunderung in den sozialen Medien.

Marchetti: "Zeigen uns solidarisch, aber wollen nicht Mitveranstalter sein"

"Heute" hat bei Bezirksparteiobmann Nico Marchetti nachgefragt, warum man sich nun doch dagegen entschieden habe: "Wir nehmen an der Veranstaltung teil und zeigen uns im konkreten Fall solidarisch mit der Schülerin beziehungsweise der Schule", so Marchetti. "Allerdings scheint es uns, als würde sich die Veranstaltung nicht darauf beschränken." Man wolle nicht Mitveranstalter einer Kundgebung sein, wenn man beim Thema Asyl und Integration "diametral andere Weltanschauungen" habe als die teilnehmenden Parteien. "Das geht sich für uns nicht aus", erklärt der Favoritner VP-Chef.

Enttäuscht über die Entscheidung zeigte sich Redner Daniel Landau auf Twitter: "Die Volkspartei sprang offenbar nun doch wieder ab. Nachdem sie zuerst zusagte. Finde ich unzynisch sehr schade", schreibt er. Die Kundgebung geht am Montag, 6. Februar ab 19 Uhr auf dem Reumannplatz über die Bühne.

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