Niederösterreich

Wiener (54) nach Drohungen an Rettung freigesprochen

Im Jänner hatte ein 54-Jähriger einen Mitarbeiter der Rettung am Telefon beschimpft und bedroht, jetzt wurde der Mann freigesprochen.
09.08.2020, 11:21

Ein 54-jähriger aus Wien-Hernals führte im Jänner wie berichtet zwei Frauen (eine 56-Jährige aus Wien-Wieden und eine 59-Jährige aus Wien-Donaustadt) bei einer Wandertour von Reichenau (Bezirk Neunkirchen) aus auf den Schneeberg, der winterliche Ausflug endete schlussendlich aber mit einem Einsatz für die Bergrettung.

Das Trio hatte für den Abstieg eine zu schwierige Route gewählt und offenbar auch eine Tafel mit folgender Aufschrift ignoriert: "Achtung, unwegsames Gelände. Kein Abstieg ins Tal möglich." Der 56-Jährigen wurde es im engen und felsigen Gelände bei völliger Dunkelheit dann zu gefährlich, sie verweigerte den Abstieg und rief gegen 19 Uhr einen Verwandten an, der die Bergrettung in Kenntnis setzte.

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Leitstellenmitarbeiter beschimpft

Beim Rückruf durch die Rettungsleitstelle wurde der 54-Jährige ersucht, an dem Standort zu warten, bis die Rettungskräfte eintreffen. Er ignorierte das aber und bestand darauf, den Abstiegsweg mit seinen Begleiterinnen wieder zurück aufzusteigen. Im Telefongespräch mit dem Notruf Niederösterreich beschimpfte er den Leitstellenmitarbeiter und drohte mit Körperverletzung. Er wurde wegen versuchter Nötigung, gefährlicher Drohung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit angeklagt.

Doch wie der "Kurier" berichtet setzte es jetzt am Landesgericht in Wr. Neustadt einen Freispruch, der Mann hatte dem Richter offenbar plausibel erklären können, dass er aufgrund der niedrigen Temperaturen in Bewegung bleiben wollte, um nicht auszukühlen. Deshalb habe er nicht auf die Bergrettung warten wollen, die verbale Entgleisung sei durch die emotionale Ausnahmesituation entstanden.