Im Vollrausch klingelte ein 41-Jähriger am 18. April bei einem Nachbarn in Wien-Floridsdorf. Als der Bewohner die Türe aufmachte, drängte ihn der 41-Jährige zurück in die Wohnung. Dann schlug er mit einem Hammer auf den völlig überraschten Mann (34) ein. Der Verdächtige musste sich deshalb am Dienstag (18.6.) vor Gericht verantworten. Laut Staatsanwältin hatte der Wiener seinen Nachbarn völlig ohne Grund attackiert.
Der 34-Jährige habe eine Möbel-Lieferung erwartet und deshalb die Türe geöffnet. Davor stand der Angreifer, schlug mit dem Hammer auf ihn ein. Diesem gelang nach einer kurzen Rangelei die Flucht in den Innenhof. Von dort sah er, wie der Tobende in seiner Wohnung randalierte, mit dem Hammer auf Blumentöpfe und seine Brille einschlug.
Vor Gericht erklärte der Angeklagte, er habe zuvor Drogen genommen und drei Tage lang nicht geschlafen. Das Opfer erlitt Prellungen, Schürfwunden und Rissquetschwunden, musste ins Spital. Potentiell tödliche Schläge konnte er gerade noch abwehren. "Hätte ich die Hände nicht oben gehabt, wäre mehr passiert", so der Zeuge. Der Hammer brach bei der Attacke in zwei Teile, die Spezialeinheit Wega nahm den Tobenden fest. Der Wiener saß bis zum Prozess in U-Haft. Am Dienstag wurde der 41-Jährige zu einem Jahr Haft, davon zwei Monate unbedingt verurteilt. Den Schaden muss er dem Opfer ersetzen, dazu kommt Schmerzensgeld – nicht rechtskräftig.