Im Kampf gegen die Drogenkriminalität ist der Wiener Polizei ein größerer Schlag gelungen. Zwischen 26. und 28. August nahmen Polizisten in Wien-Simmering mehrere Tatverdächtige fest und stellten knapp 13 Kilogramm Marihuana, Kokain und mehrere tausend Euro Bargeld sicher.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Observation. Dabei beobachteten Polizisten die Übergabe einer Tasche zwischen zwei Männern. Der Empfänger stieg anschließend in ein Taxi und fuhr davon. Die Beamten stoppten den Wagen wenig später.
Der 27-jährige Algerier soll sich bei der Anhaltung heftig gewehrt haben. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt. In der Tasche des Mannes fanden die Ermittler rund 8,5 Kilogramm Marihuana.
Auch der mutmaßliche Übergeber, ein 33-jähriger Österreicher, wurde festgenommen. Bei einer freiwilligen Nachschau in einer Wohnung trafen die Polizisten auf vier weitere Männer im Alter von 33 und 36 Jahren. Dort wurden rund 4,3 Kilogramm Marihuana und 61 Gramm Kokain entdeckt.
Weitere Festnahmen und Sicherstellungen folgten. Insgesamt beschlagnahmten die Ermittler knapp 13 Kilogramm Marihuana, rund 61 Gramm Kokain sowie mehrere tausend Euro Bargeld.
Doch damit war der Einsatz noch nicht vorbei. Im Zuge der weiteren Ermittlungen nahmen Polizisten einen mutmaßlichen Mittäter aufgrund einer bestehenden Festnahmeanordnung fest. Bei dem 25-jährigen Syrer fanden die Beamten eine geringe Menge Methamphetamin und Bargeld.
Kurz vor seiner Einlieferung kam es schließlich zu einer gefährlichen Situation: Bei der Durchsuchung griff der 25-Jährige plötzlich nach einer geladenen Pistole, die er laut Polizei in seiner Unterhose versteckt hatte. Die Polizisten konnten das verhindern und die Waffe sicherstellen.
Der Verdächtige wurde anschließend in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert. Die Ermittlungen laufen weiter.