Ein Wohnungseigentümer wollte am Freitag gegen 18 Uhr in seiner leer stehenden Immobilie nach dem Rechten sehen. Doch die Eingangstür war offenbar gewaltsam aufgebrochen worden. Also griff er sofort zum Handy und alarmierte die Polizei.
Die eingetroffenen Beamten des Stadtpolizeikommandos Ottakring trafen in der Wohnung schließlich auf zwei Männer – und offenbar auf ein improvisiertes Drogenlager.
Ein 31-jähriger Mann (Staatsangehörigkeit: Algerien) zeigte sich geständig: Er habe die Wohnung aufgebrochen, um dort Suchtmittel zu verkaufen. In seinem Rucksack fanden die Polizisten 33 Baggies mit Cannabis (rund 200 Gramm), 38 Baggies mit Kokain (etwa 100 Gramm) sowie verschreibungspflichtige Medikamente.
Außerdem stellten die Beamten Bargeld in vierstelliger Höhe in szenetypischer Stückelung sicher, mehrere elektronische Waagen, drei Handys und mutmaßliches Einbruchswerkzeug.
Ein 26-jähriger Mann (Staatsangehörigkeit: Syrien) gab an, zunächst gemeinsam mit dem 31-Jährigen Drogen konsumiert und anschließend eine kleine Menge gekauft zu haben.
Beide Männer wurden nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Gegen den 31-Jährigen kommen zusätzliche Anzeigen nach dem Rezeptpflichtgesetz sowie wegen des Verdachts der Sachbeschädigung hinzu. Er wurde vorläufig festgenommen und befindet sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam.