Wien

Wiener Held muss nun als "Kronzeuge" vor Gericht

Eine Wienerin wurde im März Opfer einer furchtbaren Attacke aus dem Hinterhalt. Ein Tunesier soll die 26-Jährige vergewaltigt haben – ihm droht Haft. 
Christian Tomsits
11.09.2023, 15:51
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Er beobachtete Schreckliches und reagierte völlig unerschrocken. Wiener Timo (28) war am 18. März mit seiner Freundin gerade vom Fortgehen heimwärts unterwegs, als er bei der U6-Station Jägerstraße in Wien-Brigittenau verzweifelte Hilferufe hörte. "Beim Fußballkäfig drückte ein Mann eine junge Frau gegen das Gitter und vergewaltigte sie", so der A1-Mitarbeiter zu "Heute".

Heldenhafte Rettung für Opfer (26)

Geistesgegenwärtig ging das Paar zum 26-jährigen Opfer, da ließ der Täter ab. Der 24-Jährige versuchte unerkannt zu flüchten, doch Timo heftete sich an seine Fersen. "Im Laufen wählte ich den Notruf und gab der Polizei immer wieder über meinen Standort durch", schilderte er – wir berichteten. Nach kilometerlanger Verfolgung erfolgte am Gürtel die Festnahme.

Kein fester Wohnsitz, AMS-Geld

Der Tunesier, der keiner geregelten Arbeit nachging und in Wien keinen Wohnsitz hatte, wurde in U-Haft genommen und wegen Vergewaltigung angeklagt. Er habe die 26-Jährige von der Kultdisco U4 bis fast nach Hause verfolgt, ehe er sie laut Anklage an den Schultern packte, sie zu Boden riss und über sie herfiel. Am Dienstagmorgen muss er sich am Straflandesgericht Wien dafür verantworten – eine hohe Haftstrafe droht.

Ladung als wichtigster Zeuge

"Kronzeuge" Timo sagt als geladener Zeuge aus. Der 28-Jährige soll dabei helfen, den Angeklagten nochmals eindeutig zu identifizieren und kann wohl als einziger den Tatablauf, sowie den anschließenden Fluchtversuch des Verdächtigen schildern. Die Unschuldsvermutung gilt.

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