Ahnungsloser Helfer wird Opfer einer Betrugsmasche. "Heute"-Leser Albert* (Name von der Redaktion geändert) hält vorletzten Sonntag an einer Tankstelle in der Eichenstraße in Wien-Meidling. Neben den Zapfsäulen wird er von einem Mann und einer Frau angesprochen. Das Paar ist in einem roten Audi mit britischen Kennzeichen unterwegs, ihr Appell an den 23-Jährigen: "Unsere Karte funktioniert hier nicht, wir brauchen Geld zum Tanken."
Albert überweist ihnen zunächst 20 Euro, doch die beiden Unbekannten beharren auf mehr. Albert lässt sich überreden, sie bekommen noch 30 Euro. Im Gegenzug versprechen sie ihm, ihre Kontaktdaten preiszugeben, um das Geld zurückzuzahlen. Doch dazu kommt es nie: "Im guten Glauben habe ich versucht zu helfen, aber als sie mir eine ungarische Telefonnummer gaben, wurde es suspekt", sagt der Wiener.
Tagelang wartet Albert auf ein Zeichen. Nichts. Am Mittwoch beobachtet er einen weiteren Mann, der in der Nähe der Tankstelle die gleiche Abzocke versucht. Diesmal spricht er Opfer auf offener Straße an, probiert Geld von ahnungslosen Verkehrsteilnehmern einzuheimsen. "Erneut mit britischen Kennzeichen", so Albert.
Der 23-Jährige brachte den Betrugsfall zur Anzeige, als Warnung für gutherzige Autofahrer: "Es scheint sich um eine gut organisierte Masche zu handeln – ich möchte, dass weitere Opfer davor verschont werden."