Am Mittwoch, dem 17. Juni, öffnete das Kultlokal Café Bräunerhof im ersten Bezirk wieder seine Türen. Mario und Christoph Plachutta sowie Peter Friese haben das Kultlokal übernommen und wollen dem Traditionshaus gemeinsam mit ihren Familien neues Leben einhauchen – ohne seinen einzigartigen Charme zu verändern.
Berühmt wurde das Café unter anderem als Stammcafé von Schriftsteller Thomas Bernhard – und auch die feierliche Wiedereröffnung ließen sich zahlreiche prominente Gäste nicht entgehen. Neben Familie, Freunden und Wegbegleitern feierten unter anderem Dompfarrer Toni Faber, Altbürgermeister Michael Häupl, Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel, ORF-Moderator Tarek Leitner und Hotelière Elisabeth Gürtler den Neustart des Traditionshauses.
Für den offiziellen Startschuss des Cafébetriebs sorgte Bürgermeister Michael Ludwig. Gemeinsam mit Christoph Plachutta bereitete er die erste Melange zu. "Diese alten Kaffeehäuser sind den Wienerinnen und Wienern, aber auch vielen Gästen, die extra deswegen zu uns kommen, sehr ans Herz gewachsen," macht Ludwig im Gespräch mit "Heute" klar. Die Wiedereröffnung sei ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des Wiener Stadtbildes.
Dass das traditionsreiche Kaffeehaus möglichst originalgetreu erhalten bleibt, war auch Gastronom Mario Plachutta besonders wichtig. "Hier in diesen Räumen wurde österreichische Kaffeehausgeschichte geschrieben. Das ist ein Herzensprojekt für uns," betont er im "Heute"-Talk.
Auch Mitbetreiber Peter Friese ist stolz auf das Ergebnis. "Es schaut aus wie 1920. Im Hintergrund ist alles super modern - vorne haben wir es ganz einfach nur schön gemacht," sagt er. Für die Zukunft hat er einen einfachen Wunsch: "Dass es so voll ist wie heute."