Personalmangel, Pensionswelle und Krankenstände sorgten ab Herbst des vergangenen Jahres für Ärger bei vielen Öffi-Nutzern. Wartezeiten von 30 Minuten oder mehr bei manchen Bim-Linien waren keine Seltenheit. Die Intervalle auf mehreren Bim- und Buslinien mussten verlängert werden. Trotzdem wurden im Dezember 2022 nur 96% der geplanten Fahrten zurückgelegt. Dieser Wert sei laut Wiener Linien mittlerweile auf 99 Prozent gestiegen.
Grund für die Verbesserungen ist der Anfang Jänner vorgestellte 5-Punkte-Plan. Dieser beinhaltet nicht nur eine Ausbildungs-Offensive, sondern auch besser Arbeitsbedingungen für die Lenker, eine Recruiting-Offensive, eine Stabilisierung der Intervalle sowie die Einbeziehung externer Berater.
"Unser 5-Punkte-Programm ist ein einzigartiger Kraftakt des Unternehmens und zeigt Wirkung: Mit der Intervallanpassung ist es uns gelungen, den derzeit angepassten Fahrplan wieder zu stabilisieren und auch die Ausbildungsplätze sind gut gefüllt. Wir arbeiten aber weiterhin auf Hochtouren, um unser Team zu vergrößern und schlagen neue Wege beim Recruiting ein", bekräftigt Alexandra Reinagl.
Auch bei der Anzahl der Fahrer – ein Mangel an Personal hatte ja erst zu den Problemen geführt – stehen die Weichen auf Verbesserung. "Wir nehmen heuer 270 Bim-, 180 U-Bahn-Fahrer*innen und 230 Buslenker*innen auf", twitterten die Wiener Linien am Montag. Weiters soll ein Bus-Bonus für alle neuen Buslenker, die bereits einen D-Führerschein besitzen, für zusätzlichen Zustrom bei den Busfahrern sorgen.