"Man muss sich nicht zu 100 Prozent festlegen", schmunzelt Sebastian Naumann im Gespräch mit "Heute". Die Rede ist vom kulinarischen Konzept der neuen Wiener Brasserie "Rascal", das der 39-jährige deutsche Hotelier und Generaldirektor des Hotels "Wilde" leitet.heißt
Das Hotelrestaurant öffnete im historischen Gebäude der ehemaligen Alten Post auf der Dominikanerbastei (Innere Stadt). Die irische Hotelmarke, benannt nach Oscar Wilde, trat 2025 in den österreichischen Markt ein und legt nun mit einem Lokal nach. "Wir wollten nicht nur einen Ort für Touristen und Businessgäste schaffen, sondern auch für Wiener", erklärt der Chef und ergänzt: "Der Ort muss einfach belebt werden."
Der Name "Rascal" bedeutet übersetzt "Schlawiner" – und wurde nicht ohne Grund gewählt. "Den Iren wird nachgesagt, dass ihnen der Schalk im Nacken liegt und sie einen besonderen Humor haben. Auch wir nehmen uns selbst nicht so ernst", lacht Baumann. Die Idee: Wiener Küche, kombiniert mit zentral- und osteuropäischen Gerichten und einem modernen Touch. Küchenchef Tamas Kiss, zuvor im Szenelokal Seven North tätig, lässt hier ungarische und rumänische Einflüsse spielen. "Wir probieren unterschiedliches aus, auch die Karte variiert regelmäßig", so der Chef.
Bei den Produkten legt man Wert auf Qualität, aber auch Regionalität, wird betont. Was selbst gemacht werden kann, wird es selbstverständlich auch – der Rest kommt von ausgewählten Lieferanten, Fleisch gibt es etwa aus der Wiener Familienfleischerei "Eder", Brot von "Öfferl", Gemüse vom Betrieb "Blün". Letzteres wird auch gerne eingelegt oder fermentiert.
Ein besonderes Highlight: Die "Rascal Bratwurst" mit selbst gemachtem Apfelsenf (7 Euro) nach Rezept des Küchenchefs höchstpersönlich. Beliebt auch der ganze Saibling, wahlweise mit Olivenöl und Zitrone oder brauner Butter und Kapern (45 Euro).
Klassiker wie das Schnitzel (29 Euro) dürfen ebenso wenig fehlen wie der neu interpretierte "Tafelspitz-Salat" (14 Euro) oder Devilled Eggs (gefüllte Eier mit Chili und Röstzwiebeln, 7 Euro). Zum Dessert wird die "Say When" Valrhona-Schokoladenmousse mit Meersalz und Olivenöl (10 Euro) serviert. Zu trinken gibt es etwa den "Rascal Negroni" mit Wiener Wehrmut (18 Euro), aber auch Spezialitäten aus einer lokalen Weinkarte und alkoholfreien Alternativen.
97 Plätze fasst das neue Wiener Lokal, auch ein Schanigarten lädt seit Kurzem zum Verweilen ein, eine Dachterrasse ist in Planung. Geöffnet ist Mittwoch bis Samstag von 17 bis 23 Uhr, Sonntag von 8 bis 17 Uhr inklusive Brunch mit DJ.