Berufsrettung fährt jetzt mit dem Stern auf der Haube

Die Berufsrettung Wien bekommt neue Rettungswagen
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Die Berufsrettung war bislang mit Volkswagen unterwegs. Nun steigen die Lebensretter auf Mercedes Sprinter mit einigen technischen Raffinessen um. 

Die Wiener Berufsrettung hat seit Freitag einen Stern auf dem Kühlengrill: 2020 kommen 20 neue Mercedes Sprinter Modelle zum Einsatz, die einige technische Verbesserungen zu den älteren VW-Modellen mit sich bringen. Das neue Design der Mercedes-Rettungswagen ist angelehnt an die Notarzt-Fahrzeuge. Doch die wahren Neuheiten liegen im Inneren des Fahrzeugs.

Mit 163-Diesel-PS und einem 7-Gang-Automatikgetriebe sind die Sanitäter nun zu ihren Einsätzen unterwegs. Im stressigen Wiener Alltagsverkehr helfen den Fahrern zudem ein aktiver Bremsassistent, ein Seitenwind- und Spurhalteassistent. Die Fahrerkabine ist zudem mit einem Multifunktionslenkrad inklusive Schaltpaddles ausgestattet. Auch das kabellose Laden der Smartphones ist nun möglich. 

Mehr Komfort für Patient und Sanitäter

Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Notfallsanitätern und Fachpersonal hat den Innenraum neu gestaltet und Geräte praktikabler angeordnet. Der neue Schwebetisch mit elektrischer Einziehhilfe wird die Patienten künftig komfortabler und schonender in den Rettungswagen bringen. So wird auch die Arbeit der Sanitäter um ein vielfaches erleichtert. "Die Berufsrettung ist der erste Rettungsdienst, der das flächendeckend in allen Fahrzeugen einführt", so Pressesprecher Andreas Huber gegenüber "Heute"

Fahrer mit Kamera zu Patientenkabine verbunden

Des weiteren ist eine Videoverbindung in die Lenkerkabine eingebaut. Das bedeutet, dass der Lenker sehen kann, was in der Patientenkabine passiert und so auf den Gesundheitszustand des Patienten reagieren. Die Mercedes-Modelle verfügen auch über einen neuen Defibrillator, der die Qualität von Herz-Druck-Massage und Beatmung live überwacht und anzeigt. Das Gerät übermittelt die Vitalparameter sowie das EKG von Patienten bereits während der Fahrt direkt in das Zielspital.

Mit dem Videolaryngoskop verfügt die Berufsrettung bereits seit Jahresbeginn über das modernste Gerät zur Atemwegsicherung. Laut Andreas Huber bietet es eine enorme Erleichterung und qualitative Verbesserung bei Intubationen: "Damit kann unter direkter und indirekter Sicht intubiert werden, was besonders wichtig bei schwierigen Sichtverhältnissen ist."

Mercedes-Rettungswagen in Donaustadt stationiert

Am Freitag übergaben Stadtrat Peter Hacker und Donaustadt-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy die ersten zwei Rettungswagen der neuen Generation an die Mitarbeiter der Rettungsstation Aspern. "Die Mitarbeiter der Berufsrettung Wien geben tagtäglich Alles für die Wiener Bevölkerung. Sie sind fachlich hochqualifiziert und ihre Arbeit ist körperlich sowie psychisch anstrengend. Mit dem neuen Rettungswagen stellen wir die modernste Ausrüstung für die beste notfallmediznische Versorgung der Wiener zur Verfügung", so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bei der Übergabe.

"Dass die ersten neuen Rettungswagen in der Donaustadt stationiert werden, freut mich außerordentlich. Für den größten Bezirk Wiens mit so unterschiedlichen Einsatzvoraussetzungen – vom Hochhaus bis zum Naherholungsgebiet – ist gute Ausrüstung besonders wichtig", freut sich Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.

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