Wiener sagen "Nein" zur berittenen Polizei

Demo des VGT gegen die berittene Polizei.
Demo des VGT gegen die berittene Polizei.Bild: Leserreporter
68 Prozent der Wiener ist der Meinung, dass die österreichische Bundeshauptstadt auch gut ohne berittene Polizei auskommen würde.

Eine aktuelle Umfrage von W24 mit UniqueResearch ergibt, dass die Mehrheit der Wiener gegen die geplanten Maßnahmen von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), die Wiener Polizei mit Pferden auszustatten, sind.

68 Prozent sprechen sich demnach gegen das Projekt des Innenministeriums aus, 9 Prozent sind unbedingt dafür, 18 Prozent eher dafür, 5 Prozent haben sich keine Meinung gebildet, aber 89 Prozent haben schon davon gehört.

Das Ergebnis freut die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter. So teilt Harald Segall, der Vorsitzende der Personalvertretung der Wiener Polizei, in einer Reaktion am Donnerstag mit, dass die aktuelle Umfrage die Position der Personalvertretung bestärken würde. "Wir freuen uns, dass wir mit unserer Position bei der Wiener Bevölkerung eine derart hohe Zustimmung ernten. Unseren Dienstherrn sind allerdings Pferde wichtiger", so Segall.

Als "wenig überraschend" kommentiert der Wiener SPÖ-Gemeinderat und Sicherheitssprecher Christian Hursky das Umfrageergebnis. "Es ist Zeit endlich Einsicht zu zeigen, die Realität zu erkennen und den unsinnigen Plänen eine Absage zu erteilen", fordert er Minister Kickl in einer Aussendung auf. Statt das Geld in eine "sinnlose Maßnahme" zu investieren, solle der Innenminister besser für "die dringenden Sanierungsarbeiten heruntergekommener Polizeiinspektionen" sorgen.

Über die Umfrage:
Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Wahlberechtigte Wienerinnen und Wiener
Stichprobengröße: 500 Befragte
Maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4%
Feldarbeit: 15. bis 18. Juni 2018

Unsere "heute.at"-Umfrage mit 989 Teilnehmern (Stand: 20.6., 10 Uhr) ergibt übrigens anderes: 53 Prozent finden die Idee gut, während sich 33 Prozent dagegen aussprechen (Was denken Sie? Stimmen Sie weiter ab).

"Ja" zum Rauchverbot

Abgesehen von der berittenen Polizei, hat W24 auch nach der Meinung der Wiener über den Bau des Lobautunnels sowie das ausgesetzte Rauchverbot in der Gastro befragt: Demnach sagt die Mehrheit Nein zur Aufhebung des Rauchverbots durch die Bundesregierung und der Großteil Ja zum Lobautunnel.

Die Ergebnisse im Detail: 63% unterstützen das Vorgehen der Wiener Stadtregierung, die das Rauchverbot in Wiener Lokalen durchsetzen möchte. Nur 12% unterstützen das eher nicht unterstützen und 23% gar nicht. 2% haben dazu keine Meinung.

Stadträte Hacker und Sima: "Wien will Rauchverbot in Lokalen"

"Die Wiener Bevölkerung steht eindeutig hinter unserer Entscheidung, das Gastro-Rauchverbot beim Verfassungsgerichtshof einzuklagen", freut sich Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ). Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) ist in Bezug auf die jetzige Raucherregelung der türkis-blauen Bundesregierung "guter Dinge, dass dieses Gesetz vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben wird".

Was den umstrittenen Bau des Lobautunnels betrifft, stimmen 70 Prozent der Wiener der Aussage "Der Lobau-Tunnel ist sinnvoll und notwendig, um den Autobahnring um Wien zu schließen und den Durchzugsverkehr durch große Teile Wiens zu verringern" zu.

Nur 9% stimmen dem "gar nicht" und 10% "eher nicht" zu. 11 Prozent haben sich zu diesem Thema keine Meinung gebildet.

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(Red)

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