Nach neun Wochen kehren am Montag alleine in Wien 240.000 Schüler in ihre Klassen zurück. Landesweit gelten einheitliche Regeln, nur in Wien wird öfter und anders getestet.
Wie soll denn das gehen? In den vergangenen Tagen erhielten Tausende Eltern Mails von den Schulen ihrer Kinder. Der Inhalt verblüffte: Schüler aller 720 Wiener Schulen werden nämlich nicht vor Ort getestet, sondern sie müssen am ersten Schultag einen gültigen PCR-Test mitbringen. Das wird bei Teststationen am Wochenende für Andrang sorgen. Die Bildungsdirektion Wien bestätigt das Schreiben. Für ungetestete Schüler werde sich "eine Lösung finden lassen". Welche, entscheide die Schule. Denkbar sei eine Maskenpflicht für Ungetestete. Heimgeschickt soll aber keiner werden.
Damit sich Schüler unter 14 Jahren in der Schule testen dürfen, brauchen sie die Einverständniserklärung ihrer Eltern. Bei verweigertem Test ist eine FFP2-Maske zu tragen.
Schüler in Wien testen 2 Mal pro Woche mit "Alles gurgelt"-PCR-Tests. Wann getestet wird, entscheidet jede Schule selbst. Anders als im Rest Österreichs sind PCR-Tests in Wien kürzer gültig (48 statt 72 Stunden). Wenn die Schule das will, sind bis zu fünf PCR-Tests pro Woche möglich.
Außerhalb Wiens testen Schüler in einer dreiwöchigen Sicherheitsphase drei Mal pro Woche. Jeden Montag kommt ein "Alles spült"-PCR-Test, am Mittwoch ein zweiter PCR-Test. Ein dritter kann, falls gewünscht, am Freitag folgen.
Wie es nach der Sicherheitsphase weitergeht, entscheiden die Fallzahlen. Je mehr Infektionen es in einer Region gibt, desto strenger die Regeln. Achtung: In Wien gibt es keine Sicherheitsphase, dort bleiben die Regeln das ganze Schuljahr gleich.
Das Testergebnis erfahren die Schüler erst am Tag nach der Testung. Über die "Alles gurgelt"-Web-App können Schüler jedoch bereits früher einsehen, ob sie negativ sind.
Testergebnisse werden im Ninjapass eingetragen. Die nach Geltungsbereich gefärbten Ninja-Sticker gelten in der Freizeit als Zutrittstests.