Wiener Stadtwerke sichern 53.000 Jobs in Österreich

Sechs Unternehmen vereinen sich unter dem Dach der Wiener Stadtwerke. Gemeinsam sichern sie landesweit 53.000 Arbeitsplätze, fand nun eine TU-Studie heraus.
Sechs Unternehmen vereinen sich unter dem Dach der Wiener Stadtwerke. Gemeinsam sichern sie landesweit 53.000 Arbeitsplätze, fand nun eine TU-Studie heraus.Ian Ehm, Arts & Crafts
Laut einer TU-Studie sichern die Wiener Stadtwerke im ganzen Land 53.000 Jobs, der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt beträgt 4,9 Milliarden Euro.

Sechs Unternehmen (darunter die Wiener Linien, Wien Energie oder Bestattung und Friedhöfe Wien) befinden sich unter dem Dach der Wiener Stadtwerke. Pro Jahr erwirtschaftet der Konzern Umsatzerlöse von mehr als drei Milliarden Euro. Welche Auswirkungen die Geschäfte der Wiener Stadtwerke auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt haben, hat nun eine Studie von TU-Professor Michael Getzner erhoben. 

Die Studie belegt die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Wiener Stadtwerke für Wien und Österreich: 53.000 Arbeitsplätze werden demnach langfristig in Österreich gesichert. Die Arbeitsplätze, die aus Vorleistungen, Investitionen und Kaufkraft geschaffen werden, ergeben – neben den 15.000 direkten Angestellten – 20.723 Beschäftigungsverhältnisse in Wien, 8.331 in Niederösterreich und 8.847 in Rest-Österreich. Mehr als drei Viertel der Vorleistungen des gesamten Wiener Stadtwerke-Konzerns werden im Inland bezogen werden. 6,3 Milliarden Euro beträgt die gesamte Wertschöpfung, die die Wiener Stadtwerke Jahr für Jahr generieren, 4,9 Milliarden Euro davon kommen direkt dem Bruttoinlandsprodukt zugute.

Bei der für die Wiener Stadtwerke zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und dem Generaldirektoren-Duo der Wiener Stadtwerke Martin Krajcsir und Peter Weinelt sorgen die Ergebnisse für Freude: "Die Wiener Stadtwerke mit ihren Unternehmen sind der Motor, der die Stadt das ganze Jahr über am Laufen hält. Darüber hinaus sind sie ein stabiler Wirtschaftsfaktor. Sie sichern zehntausende Arbeitsplätze im Land und investieren in die Zukunft unserer Klimamusterstadt". 

Investionen in Innovation auch in Zeiten des Coronavirus

Die Investitionen wollen die Wiener Stadtwerke auch oder gerade in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation weiterführen. Dazu zählen etwa der Ausbau der Öffis oder neue Photovoltaik-Anlagen. Von 2020 bis 2024 wollen die Stadtwerke insgesamt 4,7 Milliarden Euro in Zukunftsprojekte der Stadt investieren, davon seien 3,4 Milliarden Euro für klimarelevante Projekte reserviert, etwa für die Anschaffung neuer Elektro- und Wasserstoffbusse sowie U-Bahnen bis hin zu einem effizienteren Stromnetz, heißt es.

Stadtwerke als wichtiger Lehrlings-Ausbilder

Die Wiener Stadtwerke bilden zudem jährlich weit über 100 Lehrlinge in mittlerweile zwölf verschiedenen Lehrberufen aus. Im Herbst wurden etwa 150 Lehrlingsstellen neu ausgeschrieben, 410 befinden sich derzeit in Ausbildung. Einen Schwerpunkt legen die Wiener Stadtwerke hier auf weibliche Lehrlinge in technischen Berufen. Mittlerweile arbeiten 57% der weiblichen Lehrlinge in technischen Berufen. "Wir wollen besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den jungen Menschen eine Perspektive bieten, indem wir ihnen eine fundierte Ausbildung bieten", erklärt der stellvertretende Generaldirektor Peter Weinelt.

Die Wiener Stadtwerke versorgen mit ihren Unternehmen rund 380.000 Kunden mit Fernwärme und versorgen rund eine Million Haushalte mit Strom und Gas. Die Versorgungssicherheit mit Strom liegt bei 99,99 Prozent. Die Wiener Stadtwerke sind der bedeutendste Infrastrukturdienstleister im Großraum Wien. Als größter kommunaler Infrastrukturdienstleister mit mehr als drei Milliarden Euro Umsatz sind sie eine treibende Kraft für den Wirtschaftsstandort Wien. Zum Konzern gehören Wien Energie, Wiener Netze, Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Wipark sowie Bestattung und Friedhöfe Wien.

"Die Wiener Stadtwerke sind somit aus zwei Perspektiven höchst bedeutsam: Einerseits werden in überdurchschnittlichem Ausmaß inländische Arbeitsplätze und Wertschöpfung gesichert. Andererseits sind die Stadtwerke als öffentliches Infrastrukturunternehmen der Stadt Wien höchst relevant, um das Leben und Arbeiten in Wien zu ermöglichen und dadurch die Lebensqualität zu sichern und noch weiter zu verbessern", sagt Studienautor Getzner.

Neuer Service Point in der Spittelau

Um die Kundenfreundlichkeit zu erhöhen, eröffneten die Wiener Stadtwerke im September in der Spittelau (Alsergrund) einen neuen Service Point, "Heute" hat berichtet. In dem neuen Kundenzentrum, die als eine zentrale Anlaufstelle für alle sechs Unternehmen der Stadtwerke eingerichtet wurden, können alle Anliegen - von der Jahreskarte der Wiener Linien über den Stromvertrag bei Wien Energie bis hin zu Parkkarte der Wipark oder Fragen zur Bestattung Wien - unter einem Dach erledigt werden. Mehr Infos dazu findest Du hier

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