Bezahl-Tests? "Sterben ist schöner als der Blödsinn"

Unternehmer Heini (68) platzte der Kragen bei der Frage.
Unternehmer Heini (68) platzte der Kragen bei der Frage.HEUTE
Nachdem sich neben Ärztekammer auch Landeschefs für kostenpflichtige Coronatests aussprachen, machen jetzt einige Wiener ihrem Ärger Luft.

Schon länger wird darüber diskutiert, ab Herbst könnte nun das Aus für die Gratis-Coronatests kommen. Bisher wurde dafür in Österreich über eine Milliarde Euro ausgegeben.

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres und die ÖVP-Landeshauptmänner aus Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg machten klar, für wen es ihrer Meinung nach bald teuer werden soll und wer davon ausgenommen ist.

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wurde gegenüber der "Kleinen Zeitung" sogar konkret, indem er einen Selbstbehalt zumindest in der Höhe der Rezeptgebühr fordert – dieser beträgt aktuell 6,50 Euro

In manchen Wiener Straßenzügen kommt die mögliche Abschaffung der Gratis-Coronatests gar nicht gut an, wie eine "Heute"-Meinungsumfrage auf der Alser Straße veranschaulicht:

Das sind die scharfzüngigen Statements:

Bei der Straßenbefragung am Donnerstag in Wien-Josefstadt gingen die Wogen hoch:

Daniel (23) will sich aufgrund der mangelnden Evidenz nicht impfen lassen und fühlt sich nun gehörig auf den Schlips getreten: "Das läuft auf einen Zwang hinaus. Sowas verstehe ich überhaupt nicht. Das ist keine Demokratie mehr in meinen Augen, sondern nur noch eine reine Schikane."

Pensionistin Andrea (67) findet, dass Leute wie Daniel zahlen sollen: "Ich finde es gut, wenn sie für die Ungeimpften, die nicht geimpft werden können, aufgrund ihrer Immunsituation, nichts verlangen. Aber für die anderen – die Impfunwilligen – sollen die Tests kostenpflichtig werden."

Michi (52) ist fassungslos: "Das ist Erpressung! Wir leben in einer Demokratie und es muss erstens Meinungsfreiheit geben und zweitens ist jeder für sich selbst verantwortlich, natürlich auch für den Nächsten, aber dafür muss es Tests geben und die müssen kostenfrei sein."

Schlussendlich erklärte Geschäftsmann Heini Staudinger (68) aus dem Waldviertel wutentbrannt, warum die Test-Idee seiner Meinung verheerend ist: "Ich finde das alles durchgeknallt und sie bringen einen langsam auf den Geschmack, dass sterben vielleicht schöner ist, als der Blödsinn. Das ist doch alles eine Riesen-Gemeinheit. Die Spaltung haben wir jetzt auch schon in unserer Gesellschaft. Dann muss man irgendwann fragen, wie hoch darf der Preis sein für die Gesundheit?"

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