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Wienerin (20): "Darum kämpft mein Vater in der Ukraine"

Die schlimmsten Tage ihres Lebens! In "Heute" erzählt die junge Ukrainerin, wie der Krieg ihre Familie zerriss und warum ihr Papa das Land verteidigt. 
Paul Resetarits
05.03.2022, 11:34

Vor einem Jahr zog Olha für das Studium nach Wien. Ihre Familie lebt in der Kleinstadt Korez, nur 65 Kilometer von der weißrussischen Grenze entfernt. "Mein Vater hat gestern von drei Uhr nachts bis 9 Uhr die Stadt mit Waffen beschützt. Ich habe sehr große Angst, weil von Weißrussland kommen jetzt 17.000 Soldaten", berichtet sie von den vorrückenden Truppen Putins. Der Vater will bis zum Schluss kämpfen: "Er will nicht stillsitzen, wenn so etwas passiert, sondern irgendetwas machen. Auch wenn er flüchten kann, wird er es nicht tun, weil er alle beschützen möchte."

Alle Entwicklungen im Ukraine-Krieg findet du in unserem Live-Ticker >>

Ihre Mutter und der 13-jährige Bruder entkamen der drohenden Eskalation und sind seit drei Tagen in Wien. Sie wohnen vorübergehend bei Olha im Studentenwohnheim. "Meine Mutter will nicht rausgehen. Sie sagt, sie kann keinen Spaß haben, wenn ihr Mann in der Ukraine ist und kämpft." Olhas Großeltern haben sich entschieden, im Land zu bleiben. "Ich will meiner Oma keinen Stress machen. Sie ist schon 70 Jahre alt und mein Opa ist 75, sie wollen nicht flüchten", nimmt sie schweren Herzens zur Kenntnis.

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Trotz allem Hoffnung

Unbeschwerte Zeiten letzten Dezember – Olha strahlt bei einer "Heute"-Straßenbefragung.
Bilal Heinrich

Seit Tagen befindet sich Olha in einem emotionalen Ausnahmezustand: "Ich bekomme Gänsehaut und muss die ganze Zeit weinen. Ich kann nicht verstehen, wie es so schlimm werden konnte." Dennoch bleibt die 20-Jährige optimistisch: "Ich hoffe, dass mein Vater es schafft und der Krieg bald vorbeigeht, obwohl alle sagen, dass es lange dauern wird."

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