Am 6. Juli um 7.15 Uhr verfolgte ein Mann eine Wienerin von der U3-Station Ottakring bis zu ihrer Wohnung. Als sie die Türe aufsperrte, stieß er sie hinein und versuchte, sie zu vergewaltigen – "Heute" berichtete. Die junge Frau schrie und wehrte sich nach Leibeskräften. Der Täter ließ schließlich von seinem Opfer ab und flüchtete.
Die Polizei fahndete mit Fotos aus der Überwachungskamera der U-Bahn nach dem Verdächtigen und konnte bereits am Tag nach der Veröffentlichung in "Heute" einen Wiener (35) festnehmen. Mehrere anonyme Hinweise hatte die Kripo auf die Spur des Mannes geführt. Nachdem Fahndungsfotos veröffentlicht wurden, stellte sich der Wiener (35) mit seinem Anwalt Mirsad Musliu. Er erklärte, dass er zwar der Mann auf dem Foto sei, sich aber an nichts erinnern könne.
In Haft ist der 35-Jährige nicht: "Nach erfolgter Einvernahme wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt", heißt es von der Landespolizei Wien am Mittwoch. Begründung laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien gegenüber "Heute": Laut Beweislage sei "ein Rücktritt vom Vergewaltigungsversuch nicht auszuschließen." Damit gebe es keine rechtliche Grundlage, den Mann länger festzuhalten.