Wiens erstes Foodbike radelt über die "Insel"

Als CO2-neutrale Gastronomie bringt das Foodbike von "The Green Duke and the healthy Duchess" gesunde und g'schmackige Schmankerl auf die Donauinsel.

„Wie schwer kann es schon sein, einen mobilen Imbissstand zu eröffnen?“ fragten sich die beiden Gründer Kristina Eggers (33) und Patrick Bubna- Liac (35) im Sommer 2019. Die Antwort hatten sie ein Jahr später: Ziemlich schwer, denn mit der Corona-Krise hatten die beiden nicht gerechnet, als sie den Start ihres Foodbikes "The Green Duke & the healthy Duchess" planten.

Nun hat es aber doch geklappt, seit Samstag sind die beiden ehemaligen Fairtrade-Mitarbeiter, die heuer im Jänner ihre Jobs aufgegeben haben, um sich ganz auf die Selbstständigkeit zu konzentrieren, auf der Donauinsel unterwegs. Mit ihrem Lastenrad bringen sie gesunde und "faire" Speisen und Getränke zu den Insel-Besuchern. Das Besondere dabei: Alle Speisen sind CO2-kompensiert. 

Bio, fair und klimaneutral

Das zum Foodbike umgebaute E-Bike wird komplett mit Ökostrom aufgeladen und durch die integrierten Batterien betrieben. "Natürlich haben wir viel weniger Platz als in einem Foodtruck. Wir sind aber wesentlich flexibler was unsere Standplätze angeht, weil wir so ziemlich in jede Ecke passen", erzählt Kristina gegenüber "Heute".

Gemeinsam mit "Mindful-Mission" setzten Kristina und Patrick ein Projekt auf, um für alle Zutaten ihrer Speisen die CO2-Bilanz berechnen zu können. Angeboten werden gefüllte Pita-Brote (je 4,60 Euro) und Salate. "Uns war es wichtig, nicht nur unsere Arbeit so klimaneutral wie möglich zu gestalten, sondern auch unseren Kundinnen und Kunden zu zeigen, dass jede Mahlzeit CO2-Emissionen verursacht", so Kristina. Kompensiert wird das hier durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten in Indien, Peru und Bangladesch.

Bei den Longdrinks achten die Gründer neben der Bio-Kennzeichnung vor allem auf Fairtrade-zertifizierte Zutaten. So kommen etwa der Gin, der Rum und sogar der Vodka von Fairtrade-zertifizierten Herstellern, die Limonaden stammen von Lemonaid. Neben der Bio-Zertifizierung aller Zutaten und der Fairtrade-Gastropartnerschaft ist das Start-Up auch Teil des "Natürlich gut essen"-Programms der Stadt Wien zur Förderung eines nachhaltigen Speise- und Getränkeangebots.

Foodbike wird am ersten Tag fast überrannt

"Gründen in Zeiten von Corona ist eine Herausforderung. Aber auch eine Chance“, resümieren die zwei heute. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Schon nach knapp 30 Minuten waren alle Pitas weg. Besonders nachgefragt war auch der Weiße Spritzer. "Es gibt kaum Gastronomie auf der Donauinsel und die Leute freuen sich echt über einen guten Wein", erzählt Kristina.

"Die Leute haben super auf unser Lastenrad reagiert", freut sich Kristina. Ab jetzt will das Duo jeden Tag auf der Insel unterwegs sein. Ab 25. Juli steht das "The Green Duke"-Bike dann im Sonnwendviertel (Favoriten), im August für zwei Wochen in der Nähe des Stadtpark (City). Alle Standorte kannst Du auf der Webseite von "The Green Duke & the healthy Duchess" nachlesen. 

Das Foodbike kann auch gemietet werden: Firmen können es etwa für das Mittagsgeschäfte, After-Works- oder Firmenfeiern buchen. Auch für private Partys steht das Start-Up zur Verfügung. "Wir brauchen nur einen Platz zum Parken unseres Radls – den Rest erledigen wir“, so Kristina und Patrick.

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