Wild erschöpft: Jäger bitten, Wälder zu meiden

Bild: Karl-Heinz Volkmar
Die Wildtiere in den Wäldern Österreichs sind aufgrund der vergangenen, starken Schneefälle geschwächt. Menschen im Wald könnten jetzt ihr Todesurteil sein.
Seit Wochen – seit den starken Schneefällen im Jänner – kämpfen Wildtiere wie Hirsche, Rehe & Co. in unseren Wäldern ums Überleben. Wie berichtet, sind die Jäger aufgrund der geringen Äsung im Fütterungs-Großeinsatz, um unsere Tierwelt zu unterstützen.

Jetzt, wo das Wetter sich beruhigt hat, bittet der nö. Landesjagdverband, Wälder weiter zu meiden. Denn: Wildtiere sind Fluchttiere. Bemerken sie einen Menschen, laufen sie im Normalfall weg. Aufgrund der nach wie vor hohen Schneemengen, die sich mittlerweile verhärtet haben und zu Spaziergängen auf Feldern oder im Wald verleiten, kann diese Flucht aber zum Erschöpfungstod der Wildtiere führen.

Hoher Energieverbrauch, viel Stress

"Der tiefe Schnee sorgt für einen weiterhin hohen Energieverbrauch und enormen Stress. Jede Beunruhigung von Wildtieren kann daher aufgrund der Anstrengung tödlich sein. Werden wiederkäuende Wildtiere mehrmals oder anhaltend beunruhigt, können sie keine Energie aus der Nahrung ziehen und erleiden im schlimmsten Fall einen langsamen Erschöpfungstod", erklärt Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich, besorgt.

CommentCreated with Sketch.14 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Und weiter: "Wir bitten die Bevölkerung, öffentliche Wege nicht zu verlassen, Wälder zu meiden und die Einstände der Wildtiere zu respektieren. Vor allem die Fütterungsstandorte sind wichtige Einstände für die Äsung und für ausreichend Ruhe, die die Tiere unbedingt brauchen", unterstreicht Pröll.



(nit)

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