Wilder Miet-Streit um Cafés "Landtmann" und "Mozart"

Berndt Querfeld
Berndt QuerfeldHerbert Lehmann / picturedesk.com
Die Familie Querfeld wird auf mehrere hunderttausend Euro Miete geklagt. Es geht um zwölf Traditionshäuser wie das "Landtmann" und das "Mozart".

Zwei Vermieter wollen Wirtschaftsmagazin trend Geld von der Familie Querfeld sehen. Die Familie betreibt insgesamt zwölf Lokale in Wien, das wohl bekannteste ist davon das "Landtmann". Laut Bericht hat einerseits eine zur Privatstiftung des verstorbenen Immobilientycoons Karl Wlaschek gehörende Immobiliengesellschaft und andererseits die Alta Vista Stiftung die Familie Querfeld auf mehrere hunderttausend Euro Miete geklagt.

"Direkter Angriff auf die Wiener Kaffeehauskultur"

Dem Vernehmen nach stehen nun sogar Räumungsklagen im Raum. Firmenchef Berndt Querfeld sieht das "als direkten Angriff auf die Wiener Kaffeehauskultur". Er beruft sich auf die Gesetzeslage, die für den Fall der Unbenutzbarkeit des Mietobjekts infolge einer Pandemie einen Anspruch des Mieters auf Mietzinsentfall vorsehe. Regeln soll die Causa nun vor Gericht der bekannte Immobilienrechtsspezialist Alfred Nemetschke. 

"Im Café Landtmann haben wir 44 Jahre lang immer pünktlich unsere Miete gezahlt – und jetzt das"

Sauer stößt Querfeld auf, dass es das Argument der Vermieter sei, "dass die Pandemie die Nutzbarkeit von Cafés nicht einschränkt". Er sagt, das sei "fast eine Form der Corona-Leugnung. Diese gesamte Vorgehensweise ist sehr befremdlich". Außerdem habe es mehrfache Angebote für eine Einigung gemacht, diese seien aber von den Vermietern nicht angenommen worden: "Im Café Landtmann haben wir 44 Jahre lang immer pünktlich unsere Miete gezahlt – und jetzt das."

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