Der Streit um die Fuchsjagd in Wien geht weiter. Ein Naturfotograf sammelte, wie berichtet, über tausend Unterschriften gegen die noch immer erlaubte Fuchsjagd in Wien. Der Petitionsausschuss im Wiener Rathaus beschäftigte sich am Montag mit der Forderung. Es wurde beschlossen, Stellungnahmen von den dafür zuständigen Stadträten, deren Geschäftsgruppen und von den betroffenen Bezirksvorstehern und weiteren Interessensvertretungen einzuholen sowie die Petitionswerber vor den Ausschuss einzuladen. Die Debatte in Wien geht also in eine zweite Runde.
Wildtier-Biologe Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur (BOKU) fordert eine besser Dokumentation der Fuchsjagd. "Wenn ich ein Tier töte, dann brauche ich dafür einen vernünftigen Grund", so der Experte im ORF zu Radio Wien. Die Jagd solle aber erlaubt bleiben, weil sie manchmal notwendig sei. Beispielsweise, wenn die Population zu stark zuniehme und bodenbrütende Vögel wie Rebhühner und Feldlerchen um das Überleben kämpfen. Über die Abschüsse müsse aber genau Buch geführt werden. Jährlich werden in Wien zwischen 150 und 200 Füchse erlegt – wir berichteten.