Ein 62-jähriger Mann ist in Oberfranken bei starkem Regen in einem Bachbett ums Leben gekommen. Laut Polizei wollte der Mann am Samstagabend in der Gemeinde Leutenbach nach einem Überlaufrohr eines Baches bei seinem Grundstück schauen, weil die Niederschläge so heftig waren. Am Sonntag haben ihn seine Angehörigen als vermisst gemeldet.
Die Einsatzkräfte fanden den Mann schließlich rund 200 Meter vom Grundstück entfernt tot im Bachbett. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen übernommen. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es keine, es wird von einem tragischen Unglück ausgegangen.
Eine markante Kaltfront sorgt zum Wochenstart für einen tiefen Einschnitt im hochsommerlichen Wetter Österreichs. Ausgehend vom Westen und Norden zieht eine Störungszone über das Bundesgebiet und trifft auf eine extrem schwülwarme Luftmasse.
Die Meteorologen der Wetterdienste haben daraufhin eine brisante Unwetterwarnung für weite Teile des Landes ausgegeben. Neben Sturmböen und Hagel steht vor allem lokaler Starkregen im Fokus, der binnen kürzester Zeit erhebliche Wassermengen mit sich bringen kann.
Das Tückische an der aktuellen Wetterlage ist ihre extreme Unberechenbarkeit im Detail. Während es an einem Ort trocken bleibt, können wenige Kilometer weiter wie aus Kübeln schüttende Regenmengen Keller überschwemmen oder kleine Bäche über die Ufer treten lassen.
Für den ausgetrockneten Boden ist der plötzliche Starkregen Fluch und Segen zugleich: Da die Böden nach den heißen Wochen stark verhärtet sind, können sie die Sturzfluten kaum aufnehmen. Der dringend benötigte, flächendeckende Landregen bleibt aus, stattdessen fließt das Wasser oberflächlich ab und erhöht das Risiko von Muren und lokalen Überflutungen.
Hinter der Gewitterfront fließt spürbar kühlere Luft aus Nordwesten ein. Zum Wochenstart am Montag sinken die Temperaturen spürbar und entlang der Alpennordseite bleibt es anhaltend wechselhaft und schaueranfällig.
Eine dauerhafte Entwarnung gibt es für den Süden und das zentrale Bergland allerdings nicht: Schon ab Dienstag sorgt anhaltender Tiefdruckeinfluss über der Adria erneut für eine labile Schichtung, die am Nachmittag die nächste Welle von teils kräftigen Regenschauern und Gewittern auslösen wird.