Spektakulär war der Aufzug der Unwetterfront gegen 21 Uhr über dem Vogtland. Eine bedrohliche Böenfront zog auf. Nach ihr folgten Starkregen. Innerhalb kurzer Zeit fielen bis zu 40 Liter auf dem Quadratmeter. Betroffen war die Gegend um Treuen.
Aufgrund der Niederschläge und vorausgegangenen Niederschlägen am Vormittag waren die Böden gesättigt. Der Starkregen konnte von den Feldern nicht mehr aufgenommen werden. Die Folge waren heftige Überflutungen. Teiche waren randvoll und liefen über.
Das Wasser überflutete Straßen und Grundstücke. In Netzschkau wurde die Plauener Straße überflutet. Die Feuerwehr konnte die Straße vorerst nur Sperren, da die Wassermassen zu viel waren. In Treuen kämpften Anwohner gegen die Wassermassen und bauten Barrieren. Zu spät für einen Getränkeladen, dieser wurde überflutet.
"Zeitweise regnerisch, mit Starkregen auf den trockenen Boden. Wir hatten so viel Wasser, dass es die Kanalisation nicht mehr die Wassermassen fassen konnte. Dadurch wurde auch die Straße überflutet. Wir mussten die Straßen sperren, danach suchen wir nach die Ursache und beheben diese. Es war gut was los im Umkreis. Es könnte langsam mal aufhören mit regnen, damit wir dann nach Hause können", erklärt Marcel Schönsee, Einsatzleiter Feuerwehr Netzschkau, gegenüber "extremwetter.tv".
In Scheibenberg im Erzgebirgskreis wurde die Feuerwehr zu einem Pferdestall alarmiert. Das Wasser drohte die Pferdehalle zu überfluteten. Die Kameraden brachten Sandsäcke an, damit das Wasser nicht in den Stall eindringen konnte. Die Ursache konnte schnell gefunden werden. Ein Einlauf war verstopf. Die Kameraden spülten diesen und entfernten Schlamm und Geröll. Eine Aufregung für einige Pferde. Sie wurden von den Besitzern beruhigt. Außerdem fuhr die Feuerwehr ohne Sonder- und Wegerechte an. Bis Mitternacht waren die Kameraden im Einsatz.
Michael Weiß, Einsatzleiter Feuerwehr Scheibenberg, zu extremwetter.tv": "Durch den Regen kam es durch das Oberflächenwasser zu einem Stau an Wasser durch einen verstopften Einlauf. Wir haben den Einlauf befreit und haben ein verstopftes Rohr festgestellt. Es kamen Sandsäcke zum Einsatz, die wir am Tor gelegt haben. Die Pferde waren ruhig, wir sind ohne Sondersignal angefahren. Die Pferde haben von dem Einsatz nichts mitbekommen und stehen im Trockenen."