Eigentlich sollte der verurteilte Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich in Deutschland im August 2025 eine Haftstrafe antreten. Zu dieser erschien er aber nicht und flüchtete ins Ausland. Nach Liebich wurde europaweit gesucht.
Schlussendlich wurde der 55-Jährige am 9. April in Tschechien gefasst und eingesperrt. Nun soll jedoch die Auslieferung an Deutschland erfolgen, berichtet die "Bild". Die diesbezügliche Entscheidung traf das Landgericht in Pilsen am Montag.
Zuvor hatte Liebich noch einen Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin gestellt, welcher abgelehnt wurde. Der verurteilte Rechtsextreme könnte aber noch vors Oberlandesgericht in Prag ziehen.
Er habe bis zu acht Tage nach Zustellung des Auslieferungs-Bescheides Zeit, um Beschwerde einzureichen. Laut dem Bericht sei dieses Szenario wahrscheinlich. Sollte das Oberlandesgericht jedoch bei dem Urteil bleiben, muss Liebich seine Haft in Deutschland absitzen.
Unklar bleibt, ob Liebich dann in einem Frauengefängnis untergebracht wird. Zuletzt wollte Liebich jedoch wieder sein männliches Geschlecht annehmen. Auch die Behörden in Halle (an der Saale) kündigten an, den Geschlechterwechsel rückgängig machen zu wollen.