Er wurde in ganz Europa gesucht und nun geschnappt. Die Rede ist von Marla Svenja Liebich – eigentlich Sven Liebich. Der Rechtsextremist wurde 2023 wegen Volksverhetzung zu 18 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.
Ähnlich wie im Fall Waltraut, der hierzulande für Aufregung sorgte, machte sich Liebich durch das neue Selbstbestimmungsgesetz selbst zur Frau, um die Haft in einem Frauengefängnis abzusitzen.
Obwohl die deutsche Justiz ihm dies sogar gewährt hätte, erschien der Verurteilte im August 2025 nicht zu seinem Haftantritt. Seitdem fehlte von Liebich jede Spur. Nach ihm wurde per Europäischem Haftbefehl gefahndet, berichtet die "Bild".
Am Donnerstag sei nun der Zugriff in der tschechischen Stadt Schönbach erfolgt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Dennis Cernota. Demnach hätten die deutschen und tschechischen Behörden im Fall Liebich zusammengearbeitet.
Laut dem Bericht soll der Gesuchte versucht haben, sich der Festnahme zu entziehen – jedoch ohne Erfolg. Unklar bleibt, ob Liebich als Frau oder Mann festgenommen wurde. Nun soll jedenfalls ein formales Auslieferungsverfahren eingeleitet werden.