Es ist eine Premiere in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Erstmals wurde der Weinkeller von Joseph Stalin geöffnet. Die Stücke des 1953 verstorbenen Machthabers der Sowjetunion sollen nun versteigert werden.
Als die Sowjets im Zuge der Russischen Revolution 1917 die Romanow-Dynastie stürzten, fiel deren Weinkeller in die Hände von Stalin. Schon damals waren dort Flaschen aus dem frühen 19. Jahrhundert gelagert.
Einige von ihnen stammen von den berühmtesten Weingütern des Bordeaux, berichtet "Bild". Stalin selbst fügte dann noch seine Lieblingssorten aus Georgien hinzu. Das Interesse an der nunmehrigen Versteigerung, die vom Unternehmen "Gilauri Wines" durchgeführt wird, dürfte groß sein.
Dies dürfte auch das Landwirtschaftsministerium in Georgien freuen. Ziel sei es nämlich, das Land bei Weinliebhabern und Sammlern in den Fokus zu rücken. Einer dieser Sammler ist bereits aus den USA angereist.
Die Rede ist von Victor Chen aus Dallas (Texas). Er zeigte sich von den Flaschen begeistert, berichtet die "Bild". Laut eigenen Angaben habe sich Chen bei der Inspektion des Kellers wie "Indiana Jones" gefühlt. Der Erlös der Auktion soll zur Eröffnung einer Weinschule beitragen.