Stockende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, erneute gegenseitige Angriffe sowie eine von US-Präsident Donald Trump übermittelte Verschärfung des Abkommens mit Teheran: Die Golfregion bleibt weiterhin ein Pulverfass.
Demnach haben die iranischen Revolutionsgarden – laut eigenen Angaben – einen US-Stützpunkt im Golfstaat Kuwait angegriffen. Mehrere Drohnen und Raketen seien abgefeuert worden. Seitens der Streitkräfte im Golfstaat wurde am Montagmorgen Luftalarm ausgelöst.
Die Geschosse konnten abgefangen werden. In weiterer Folge waren Explosionsgeräusche zu hören. Die Bevölkerung sei dazu angewiesen worden, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten, berichtet "ntv.de". Bereits mehrere Golfstaaten, in denen das US-Militär Stützpunkte unterhält, hatten trotz der Waffenruhe zuletzt Angriffe gemeldet.
Auch die USA blieben nicht untätig. Am Wochenende hatte man Attacken auf den Iran durchgeführt. Ziele seien Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm gewesen. Es habe sich dabei um eine Reaktion auf den Abschuss einer US-Drohne über internationalen Gewässern gehandelt. Dabei hätten US-Kampfflugzeuge die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen ausgeschaltet.
Unterdessen hat US-Präsident Trump Änderungen am Iran-Abkommen gefordert. Darüber berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Ein entsprechender Entwurf sei an Teheran übermittelt worden, erfuhr die "New York Times" aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.
Unklar bleibt, welche Änderungen der US-Präsident vorgenommen hat. Einem Bericht von "Axios" zufolge habe Trump mehrere Punkte des Abkommens, die ihm persönlich wichtig seien, verschärft. Dies könnte zur Folge haben, dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sich in die Länge ziehen könnten.