Nach Ukraine-Angriffen

Sprit-Krise erfasst Russland – Putin reagiert knallhart

Jetzt ist die Kerosinknappheit auch in Russland angekommen. Die russische Regierung verbietet Exporte bis Ende November, um Stabilität zu sichern.
Newsdesk Heute
01.06.2026, 10:24
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Russlands Krieg gegen die Ukraine trifft zunehmend die eigene Wirtschaft. Nachdem ukrainische Drohnen zuletzt mehrfach russische Raffinerien und Öllager ins Visier genommen hatten, zieht der Kreml nun die Notbremse: Die Regierung von Machthaber Wladimir Putin verhängte am Montag ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026.

Probleme bei Treibstoffversorgung

Wie Moskau mitteilte, soll die Maßnahme die Versorgung des heimischen Marktes sicherstellen und Engpässe verhindern. Hintergrund sind die zunehmenden Probleme bei der Treibstoffproduktion infolge ukrainischer Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur.

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Ziel ist es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, wie die russische Staatsduma mitteilte.

Ukrainische Drohnen setzen Putin unter Druck

Erst in der Nacht auf Sonntag attackierte die Ukraine erneut mehrere Ölanlagen auf russischem Gebiet. Betroffen waren laut Berichten ein Öllager nahe Taganrog am Asowschen Meer sowie eine Raffinerie in Saratow an der Wolga.

Vor allem der Angriff auf die Raffinerie in Saratow dürfte erhebliche Auswirkungen auf die Produktion gehabt haben. Die ukrainischen Streitkräfte setzen seit Monaten gezielt auf Angriffe gegen Raffinerien, Tanklager und andere wichtige Einrichtungen der russischen Treibstoffversorgung.

Benzin-Rationierung auf der Krim

Die Folgen sind inzwischen auch in den von Russland kontrollierten Gebieten spürbar. Auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim kündigte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow bereits Beschränkungen beim Benzin-Verkauf an.

Die Maßnahme gilt als weiteres Indiz dafür, dass die Versorgungslage zunehmend unter Druck gerät. Mit dem Exportstopp will der Kreml offenbar verhindern, dass sich die Engpässe weiter verschärfen.

Russische Angriffe gehen weiter

Während Russland mit Problemen bei der Treibstoffversorgung kämpft, gingen die Angriffe auf die Ukraine weiter. In der nordostukrainischen Großstadt Charkiw wurden nach Angaben der Behörden zwei Wohnhäuser getroffen. Zwei Menschen wurden verletzt, eine weitere Frau wurde in der nahegelegenen Stadt Bohoduchiw verwundet.

Auch in der südukrainischen Region Cherson gab es nach Artilleriebeschuss drei Verletzte. Vier weitere Personen wurden in den Landkreisen der Region verletzt. In der Region Dnipropetrowsk meldeten die Behörden ebenfalls vier Verletzte. Eine 54-jährige Frau schwebt laut Gouverneur Olexander Hanscha in Lebensgefahr.

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