Russland reagiert auf die zunehmende Gefahr durch Drohnenangriffe und lockert nun die Regeln für Finanzinstitute. Banken und Geldtransporte dürfen künftig eigene Abwehrsysteme einsetzen – inklusive bewaffnetem Personal.
Grundlage dafür ist ein neues Gesetz, das von der russischen Staatsduma beschlossen wurde. Demnach erhalten die russische Zentralbank, die Großbank Sberbank sowie der Verband der Geldtransportunternehmen das Recht, Drohnen selbstständig abzuwehren und abzuschießen.
Bislang war dafür der Einsatz spezieller Sicherheitskräfte notwendig. Künftig dürfen die Institute eigene Schutzsysteme betreiben und Mitarbeiter entsprechend bewaffnen.
Die Kosten für die Drohnenabwehr müssen die betroffenen Finanzinstitute allerdings selbst tragen. Das erklärte Anatoli Aksakow, Leiter des Finanzausschusses der Staatsduma, gegenüber dem Nachrichtenportal RBC.
Die neue Regelung könnte erst der Anfang sein. Laut Alexander Schochin, Chef des russischen Unternehmensverbandes, wollen auch andere Unternehmen ihre Infrastruktur künftig mit schweren Waffen schützen.
Schochin habe Präsident Wladimir Putin darüber informiert, dass mehrere Firmen bereit seien, entsprechende Systeme selbst zu finanzieren.