Ein aufsehenerregender Kriminalfall in China hat mit der Hinrichtung des früheren Anwalts Xu Yao ein Ende gefunden. Xu wurde für den Mord am Gaming-Milliardär Lin Qi zum Tode verurteilt, und das Urteil wurde nun vollstreckt.
Der Unternehmer war Gründer von Yoozoo Games und zählte zu den wichtigsten Persönlichkeiten der chinesischen Videospielbranche. Er war unter anderem für das Spiel „Game of Thrones: Winter Is Coming“ und den Erwerb der Rechte an der Science-Fiction-Reihe „Die drei Sonnen“ bekannt, die später von Netflix als "3 Body Problem" verfilmt wurde.
Wie "lessentiel" berichtet, gerieten Xu Yao und Lin Qi hinter den Kulissen in einen erbitterten Machtkampf.
Xu leitete zeitweise die Tochterfirma „Three Body Universe“, wurde aber später entmachtet. Ermittler fanden heraus, dass Xu ein geheimes Labor einrichtete und sich offenbar von der Serie „Breaking Bad“ inspirieren ließ.
Im Dezember 2020 verabreichte Xu seinem damaligen Chef Lin Qi mehrere Giftstoffe über Lebensmittel und Getränke. Lin wurde mit schweren Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert und starb wenige Tage später im Alter von nur 39 Jahren an Organversagen.
Auch vier weitere Personen aus dem Umfeld des Unternehmens wurden laut dem Gericht vergiftet, überlebten jedoch die Attacken. Das Gericht bezeichnete den Mordplan als besonders grausam und verurteilte Xu 2024 zum Tode.
Nach Angaben chinesischer Medien wurde das Todesurteil am 21. Mai vollstreckt. Über die genauen Umstände der Hinrichtung wurden keine Details veröffentlicht. In China erfolgt die Vollstreckung von Todesurteilen heute meist durch eine Giftspritze.