Die Initiative "Healthacross": Hier werden alle internationalen und grenzüberschreitenden Gesundheitsaktivitäten von Niederösterreich unter einem Dach verbunden, heißt es. Jetzt konnte ein Treffen mit einer internationalen Delegation der chinesischen Stadt Yangjiang in Niederösterreich ermöglicht werden.
Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP), Landesrätin für Bildung, Soziales und Wohnbau, war beim Treffen dabei und erklärt: "Eine gute Gesundheits- und Pflegeversorgung entsteht nicht zufällig, sondern ist das Ergebnis klarer Strukturen, langfristiger Planung und regionaler Verantwortung."
"Der internationale Austausch zeigt uns, dass viele Herausforderungen weltweit ähnlich sind – und dass wir durch gegenseitiges Lernen voneinander profitieren können", so Teschl-Hofmeister weiter. Ein Vorzeigeprojekt sei der Pflege- und Betreuungscampus in Hollabrunn (NÖ).
Die "Strukturen der Altenpflege sowie Fragen der Qualitätssicherung für Pflegeeinrichtungen" seien im Vordergrund gestanden, heißt es. Niederösterreich gelte nämlich als Beispiel für ein ausgeglichenes Zusammenspiel zwischen klaren Qualitätsstandards und praxisnaher Umsetzung in den verschiedenen Versorgungsarten – mobil, häuslich oder stationär.
Bernhard Kadlec, Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur, erklärt: "China zählt zu den dynamischsten Entwicklungsmotoren weltweit und steht gleichzeitig – ähnlich wie viele europäische Regionen – vor großen Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegebereich."
"Der demografische Wandel, steigende Pflegebedarfe und der Anspruch auf flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung": Diese Punkte sind laut Kadlec die wichtigsten Möglichkeiten, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln.
"Am praktischen Erfahrungswissen des niederösterreichischen Systems": Dafür soll sich die chinesische Delegation besonders interessiert haben. Die Stadt Yangjiang arbeite derzeit nämlich intensiv daran, ein umfassendes und qualitativ hochwertiges Altenpflegesystem aufzubauen.