Was als gewöhnliche Geschäftsreise begann, wurde für einen Burgenländer zum Albtraum. Seit mittlerweile acht Monaten sitzt der Mann in der chinesischen Millionenstadt Shenzhen fest, das berichtet der ORF. Die Behörden haben ihm den Reisepass abgenommen, ausreisen darf er nicht.
Der Burgenländer ist im Oktober des Vorjahres gemeinsam mit anderen Geschäftsreisenden nach China geflogen. In der Hightech-Metropole Shenzhen wollte er sich über neue Produkte und Innovationen informieren. Doch plötzlich wurde der Mann festgenommen.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten laut seinen Angaben wegen eines strafrechtlichen Delikts. Nähere Details möchte der Betroffene nicht nennen, so der ORF. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen laut dem Mann zwar bald wieder ein, die chinesische Polizei ermittelt aber weiter.
Seinen Reisepass bekam der Burgenländer aus diesem Grund bis jetzt nicht zurück.
Dem Außenministerium ist der Fall bekannt. Auf Anfrage des ORF Burgenland erklärte das Ministerium schriftlich: "Der Betroffene wurde auf Kaution freigelassen und hat eine eigene Rechtsvertretung. Gemäß chinesischen Vorschriften darf der Betroffene Shenzhen bis zum Abschluss des Falls nicht verlassen, zu diesem Zweck wurde ihm der Reisepass abgenommen. Die österreichische Botschaft in Peking steht mit dem Betroffenen in Kontakt und leistet konsularische Unterstützung."
Der Mann lebt seit Monaten in einem Apartment in Shenzhen. Sein Arbeitgeber hält weiterhin zu ihm, arbeiten kann er nur noch aus dem Homeoffice.
Besonders belastend sei für ihn die psychische Situation, erzählte der Burgenländer dem ORF Burgenland in einem Telefonat. Vorwürfe wolle er aber weder den chinesischen noch den österreichischen Behörden machen.
Von seiner Unschuld ist der Mann weiterhin überzeugt.