Am Dienstag fällt die Entscheidung, ob der Verdächtige in der Causa "Hipp" weiter in Untersuchungshaft bleiben muss. Wie von "Heute" ausführlich berichtet, steht ein 39-jähriger gebürtige Slowake im Verdacht, mehrere Gläser mit Babynahrung mit Rattengift versetzt und in weiterer Folge das Unternehmen Hipp – seinen früheren Arbeitgeber – zu erpressen.
In einem mehrere Stunden andauernden Verhör bestritt der 39-Jährige die Vorwürfe in weiten Teilen. Lediglich zum Vorwurf der Fälschung von Gehaltszetteln für einen Kredit zum Grundkauf zeigte er sich geständig. "Ich bin nicht heilig", so der Verdächtige.
Bei einem Verhör, das nach seiner Festnahme in St. Gilgen geführt wurde, bestritt der 39-Jährige laut Protokoll jegliche Schuld. Selbst emotionale Appelle der Kriminalisten, die an die Gefühle betroffener Eltern erinnerten, ließen ihn unberührt. Die Ermittler versuchten, ihn mit eindringlichen Worten zum Reden zu bewegen, doch vergeblich.
Dass die Ermittler Rattengift beim Verdächtigen gefunden hatten, begründete er mit einer Mäuseplage. Selbst die Schnüre seiner Laufschuhe hätten ihm die Tiere gefressen. Aber: "Nicht jeder mit Rattengift verschickt Erpressermails", sagte er laut Protokoll.
Auch der Verteidiger des mutmaßlichen Erpressers ist im Gespräch mit "Heute" von der Unschuld seines Mandanten überzeugt. Es gebe zwar "einzelne Indizien", aber "keinen einzigen strafrechtlich relevanten Schuldbeweis", so Manfred Arbacher-Stöger.
Laut dem Top-Juristen gebe es keine neuen Ermittlungsergebnisse. Die zuständige Staatsanwaltschaft Eisenstadt erklärt, dass "laufend" ermittelt werde. So warte man aktuell noch auf ein Vergleichsgutachten, so Sprecherin Petra Bauer gegenüber dem ORF.
Dieses solle prüfen, ob das Rattengift aus der Wohnung des Beschuldigten identisch ist mit dem Rattengift, das im Hipp-Gläschen mit Babynahrung in Eisenstadt gefunden wurde, heißt es in einem entsprechenden Bericht.