Nach einer übersehenen Erpresser-Mail mit einer Millionenforderung und vergifteten Gläsern im Supermarkt meldet sich HiPP-Chef Stefan Hipp nun in der "Presse" erstmals zu Wort – die Lage sei "existenzbedrohend". Der Erpressungsversuch habe das Unternehmen "unglaublich bewegt und beschäftigt. Die Mitarbeiter haben seit Donnerstag mit sehr wenig Schlaf durchgearbeitet".
Besonders brisant: Noch immer fehlt ein vergiftetes Glas. "Daher ist unser oberstes Ziel, das fehlende vergiftete Glas vom Supermarkt im Burgenland zu finden und den Täter zu überführen", sagt Hipp. Kritik an der Kommunikation weist der Firmenchef zurück. Man sei "das Opfer einer Straftat", werde aber "nach außen hin teilweise wie ein Täter dargestellt".
Die Mail sei in einem "unpersonalisierten Sammelpostfach" gelandet. "Das wäre so, als würden Sie einen Brief über den Zaun ins Firmengelände werfen und hoffen, dass es jemand findet." Sobald die Nachricht entdeckt wurde, habe man sofort die Polizei eingeschaltet.
Auch die zurückhaltende Informationspolitik erklärt Hipp: Die Behörden könnten "umso ungestörter ermitteln, je weniger nach außen dringt". Deshalb würden alle Mitteilungen abgestimmt. "Unsere Absicht war und ist, ihre Arbeit nicht zu gefährden, damit der Verbrecher so schnell wie möglich gefasst werden kann und kein Kind zu Schaden kommt."