Nach Hinweisen aus Deutschland wurden im Burgenland, Tschechien und der Slowakei manipulierte Babynahrung mit Gift entdeckt – wir berichteten. Hersteller HiPP redet nicht um den heißen Brei herum und äußerte sich wie folgt: "Im Rahmen laufender Ermittlungen wurden manipulierte HiPP Babykost-Gläschen auch in Tschechien und der Slowakei sichergestellt", heißt es vom Hersteller. Zuvor war der Fall bereits in Österreich bekannt geworden.
Besonders alarmierend: Bei Untersuchungen stellten die Behörden fest, dass sich tatsächlich Gift in den Gläsern befand. In Tschechien und der Slowakei nahmen Händler alle Produkte vorsorglich aus dem Verkauf. Auch in Österreich bleibt der Rückruf aufrecht. Betroffen sind laut Unternehmen Gläser, die bei Spar Österreich gekauft wurden.
"Der Fall betrifft ausschließlich klar abgegrenzte Vertriebswege", erklärt der Hersteller. Andere Länder oder Produkte außerhalb der Ermittlungen seien nicht betroffen. Zugleich versucht das Unternehmen zu beruhigen: Die Produktion selbst stehe nicht in Zusammenhang mit dem Vorfall – interne Kontrollen würden weiterhin einwandfrei funktionieren. Die Ermittlungen laufen derzeit wegen des Verdachts auf Gemeingefährdung auf Hochtouren und befinden sich noch im Anfangsstadium.