Skandal-Politiker

Umstrittener Trump-Mann gewinnt Vorwahl in Texas

Trump feiert in Texas den nächsten Erfolg: Sein Wunschkandidat Ken Paxton hat trotz mehrerer Skandale die republikanische Senats-Vorwahl gewonnen.
Newsdesk Heute
27.05.2026, 08:56
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US-Präsident Donald Trump kann in Texas einen wichtigen Erfolg feiern: Sein favorisierter Kandidat Ken Paxton hat die republikanische Vorwahl für die Senatskandidatur deutlich gewonnen. Der texanische Generalstaatsanwalt setzte sich trotz zahlreicher Skandale gegen den langjährigen Senator John Cornyn durch.

Bereits kurz nach Schließung der Wahllokale erklärten die Sender Fox News und CNN Paxton zum Sieger. Nach Berechnungen beider Sender kam der 63-Jährige auf mehr als 62 Prozent der Stimmen. Bei seiner Siegesfeier bedankte sich Paxton ausdrücklich bei Trump, der ihn nicht habe "fallen lassen". Die Unterstützung des Präsidenten sei "die mächtigste Kraft" für einen Kandidaten gewesen.

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Erst vergangene Woche hatte Trump öffentlich erklärt, Paxton sei sein bevorzugter Kandidat. Danach legte der zuvor in Umfragen zurückliegende Republikaner deutlich zu und gewann die parteiinterne Abstimmung schließlich klar gegen den 74-jährigen Cornyn.

Der Senator sitzt seit 2002 für Texas im US-Senat. Aus dem Trump-Lager gab es zuletzt heftige Kritik an ihm – unter anderem, weil Cornyn gemeinsam mit Demokraten für strengere Waffenkontrollen gestimmt hatte.

Mehrere Skandale

Paxton gilt als enger Verbündeter Trumps und sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen. Unter anderem musste er sich 2023 einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Republikaner und Demokraten warfen ihm damals Bestechlichkeit und Behinderung der Justiz vor. Der texanische Senat verhinderte jedoch seine Absetzung als Generalstaatsanwalt.

Auch privat stand Paxton zuletzt im Fokus: Er lieferte sich einen öffentlichen Scheidungsstreit mit seiner Ehefrau.

Die Vorwahl in Texas ist Teil von Trumps Strategie, parteiinterne Gegner aus dem Weg zu räumen. Bereits zuvor verloren in Kentucky und Louisiana republikanische Kongressmitglieder ihre Vorwahlen, nachdem sie sich gegen den Präsidenten gestellt hatten.

Bei den landesweiten Kongress-Zwischenwahlen am 3. November tritt Paxton nun gegen den Demokraten James Talarico an. Der 37-Jährige gilt als Hoffnungsträger seiner Partei. Texas gilt allerdings traditionell als republikanische Hochburg – Trump hatte den Bundesstaat bei der Wahl 2024 mit fast 14 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Die Demokraten setzen dennoch darauf, dass die Affären rund um Paxton viele Wähler abschrecken könnten.

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