Der spektakuläre Juwelenraub im Pariser Louvre im Oktober 2025 soll verfilmt werden. Die Rechte an dem am Mittwoch erscheinenden Recherchebuch "Main basse sur le Louvre" (sinngemäß "Der Louvre-Coup") sind an die Produktionsfirma Iconoclast verkauft worden, wie der Verlag Flammarion am Dienstag bekannt gab. Zusätzlich ist geplant, auf Basis des Buchs auch eine Dokumentarserie zu machen.
Regie beim Spielfilm soll der französische Filmemacher Romain Gavras führen. Der 44-Jährige hat unter anderem den Hollywood-Film "Sacrifice" gedreht. Wie der Louvre-Film heißen wird, wer mitspielt und wann er erscheint, ist noch nicht bekannt. Laut dem Magazin "Le Film français" haben die Arbeiten am Projekt aber schon begonnen.
Das Buch "Main basse sur le Louvre" stammt von den Journalisten Jean-Michel Décugis von "Le Parisien", Jérémie Pham-Lê von "Le Monde" und Nicolas Torrent von "Paris Match". Sie schildern darin, wie Diebe am 19. Oktober 2025 in die Apollon-Galerie des Louvre eingedrungen sind und dort einen Teil der französischen Kronjuwelen gestohlen haben.
Die Autoren schreiben, der Verbleib der Beute sei mittlerweile zu einem "dichten Rätsel" geworden. Der Fall zeige, dass der Diebstahl von Kunstwerken für viele Kriminelle "ein Geschäft wie jedes andere" geworden sei.
Der materielle Wert der Beute wurde mit 88 Millionen Euro beziffert, der historische und ideelle Verlust gilt als deutlich größer. Der Einbruch sorgte weltweit für Aufsehen und löste eine Sicherheitskrise im meistbesuchten Museum der Welt aus. In der Folge wurde Louvre-Präsidentin Laurence des Cars ausgetauscht.
Nach sieben Monaten Ermittlungen und der Festnahme der wichtigsten Verdächtigen fehlt von den Juwelen weiterhin jede Spur. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter und zwei mutmaßliche Komplizen sitzen in U-Haft. Experten vermuten, dass Hehler die Edelsteine entfernt und das Gold eingeschmolzen haben.